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Fuß an Fuß

Riesenansturm auf die Vogtei beim »Tag der offenen Baustelle«

Travemünde 14.01.2007 | Zum Glück war es kein Anlass für Abendgarderobe, sonst wäre womöglich das eine oder andere Kleid perdu gewesen: Im dichten Gedrängel zum Tag der offenen Baustelle in Travemündes alter Vogtei »explodierte« im schönsten Gedrängel der Schokoladenbrunnen, der eigentlich nicht Menschen, sondern Früchte kandieren sollte.

Gestern Abend öffneten sich die Barock-Türen der Vogtei für das Publikum. Die offizielle Eröffnung ist für März 2007 vorgesehen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Gestern Abend öffneten sich die Barock-Türen der Vogtei für das Publikum. Die offizielle Eröffnung ist für März 2007 vorgesehen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Nach dem kleinen Schrecken konnte die Eröffnung mit Blues und Honoratioren beginnen. Dr. Michael Sabotka vom Lübecker Denkmalschutz stellte noch einmal die Bedeutung des Gebäudes heraus. Pastor Robert Pfeifer segnete das Haus und erntete dafür Applaus.

Erleuchtete Fenster der Vogtei: Kein Zweifel, dass das historische Gebäude ein Publikumsmagnet wird. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Erleuchtete Fenster der Vogtei: Kein Zweifel, dass das historische Gebäude ein Publikumsmagnet wird. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Der ehemalige Polizeichef Uwe Führer ließ ein kleines Feuerwerk an Schwänken los mit launigen Bemerkungen über die Arbeit der Polizei. So meinte er, er wolle sich dafür entschuldigen, dass die Polizei damals, als sie noch in der Alten Vogtei residierte, immer mal wieder zu Einsätzen zu spät gekommen sei. Das hätte daran gelegen, dass so viele Touristen vor der barocken Eingangstür standen, die sie alle fotografieren wollten. Auch hätte die Polizei dem Jahrzehnte dauernden Mangel an einer Öffentlichen Bedürfnisanstalt um den Fährplatz herum, der sich durch Notsituationen bedrängter Menschen in ganz unterschiedlicher Weise äußerte, gelegentlich abhelfen müssen. An Dramatik sei kein Mangel gewesen.

Kerzenlicht-Romantik in der Vogtei. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Kerzenlicht-Romantik in der Vogtei. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Richard Schrader vom Travemünder Ortsrat beschrieb seine Rolle bei den Bemühungen, das Gebäude zu verkaufen. Nicht ohne Seitenhiebe Richtung Lübeck, so auch was den geplanten Beton-Turm an der Hermannshöhe als Zeichen einer besonderen Ausprägung lübscher Sensibilität betreffend Travemünder Angelegenheiten wieder einmal herausstelle, wusste er die Vorstellungen diverser Investoren humorvoll zu beschreiben. Er wäre in seinen Träumen über die künftige Rolle der Alten Vogtei, die ihm potentielle Käufer vorschwärmten, mal wie ein 5-Sterne-Restaurantchef, ein anderes Mal wie ein Edelboutiquebesitzer vorgekommen. Einige wären schon verschreckt davon gelaufen, als sie eine tote Taube irgendwo auf dem Dachboden hätten liegen sehen. Nun habe aber alles sein bislang gutes Ende gefunden. Er wünschte dann auf Platt dem Vorhaben weiterhin einen guten Verlauf, dem Besitzer und den Firmen, die bald Einzug halten würden, viel Erfolg in diesem Haus. KEV/HN

Interessierte Gäste konnten gestern die Vogtei noch einmal im »unfertigen« Zustand besichtigen. Sehr viele Menschen nahmen das wahr. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Interessierte Gäste konnten gestern die Vogtei noch einmal im »unfertigen« Zustand besichtigen. Sehr viele Menschen nahmen das wahr. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Auch Erinnerungsfotos wurden gemacht. Die neue Plattform auf der Barock-Treppe sorgt für den richtigen Überblick. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Auch Erinnerungsfotos wurden gemacht. Die neue Plattform auf der Barock-Treppe sorgt für den richtigen Überblick. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Gedränge in der Vogtei. Viele wollten sehen, was aus dem Gebäude geworden ist. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Gedränge in der Vogtei. Viele wollten sehen, was aus dem Gebäude geworden ist. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Pastor Pfeifer (links) und »Travemünde Aktuell«-Herausgeber Wolfgang    Moebius. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Pastor Pfeifer (links) und »Travemünde Aktuell«-Herausgeber Wolfgang

Moebius. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

www.vogtei-travemuende.de


 

 

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