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Der Turmbau zu Travemünde:

Gute Idee oder Sündenfall? Die wichtigsten Argumente auf Travemünde Aktuell

Travemünde 15.01.2007 | Die Steilufertreppe am Brodtener Ufer wird zur Zeit viel, leider aber auch oft sehr einseitig disktutiert. Damit sich unsere Leser eine eigene Meinung bilden können, haben wir hier einmal die Argumente zusammengefasst, die für eine Verbindung zwischen dem Wanderweg des Brodtener Steilufers oben, der ja von vielen Sparziergängern, Wanderern, Radfahrern (Ostseewanderweg), Joggern, Walkern und Hundeausführern viel benutzt und geschätzt wird, und dem Strand unten kurz aufgezählt.

Travemünde Aktuell: Der Turmbau zu Travemünde:

Offenbar besteht der Wunsch der Benutzer des Ufers als Sparzierweg und auch der Benutzer des oberen Teiles, nach einer Verbindung der beiden Teile. Dies ist daran zu sehen, dass sich an mehreren Stellen des Steilufers Trampelpfade zwischen oben und unten ausgebildet haben und schon manch einer irgendwo hängen blieb und Hilfe brauchte oder sich verletzte. Ganz abgesehen davon, dass insbesondere die Vogelwelt beim Brüten gestört und das ohnehin schutzbedürftige Ufer beschädigt wird.

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Es gibt nur eine einzige Verbindung zwischen oben und unten und diese befindet sich in der Nähe der Jugendstätte, die sich am Ende der Brodtener Wieskoppel befindet. Diese Verbindung ist eine Holztreppe, die man mit einiger Vorsicht gut benutzen kann.

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Die Idee eine weitere Verbindung zu schaffen, entspricht dem Bedürfnis, riskanten Kletteraktionen entgegen zu wirken und dem Wunsch vieler Spaziergänger nach einem Rundgang, in dem sie auf dem Hinweg unten am Wasser entlang wandern und oben zurück oder umgekehrt. Viele haben auch den Wunsch, mal kurz ans Wasser zu gehen.

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Da viele Touristen von der Treppe bei der Jugendstätte nichts wissen oder es ihnen, besonders wenn es sich um Ältere Menschen handelt, zu weit ist, lag es nahe, eine weitere Verbindung zu schaffen. So bot es sich geradezu an, einen Standort bei oder an der Hermannshöhe zu wählen. Angeblich soll hier eine Verbindung in früheren Zeiten bereits bestanden haben.

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Insgesamt würde eine Verbindung mehr Sicherheit schaffen und zum anderen aus touristischer Sicht die Attraktivität des Brodtener Steilufers erhöhen.

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Nun gibt es zwischen einer einfachen Holztreppe und einer Wendeltreppe in einem Betonturm wahrlich viele Zwischenstufen. Der massive Betonturm wurde damit begründet, dass das Ufer abbröckele und man nicht alle paar Jahre was Neues bauen könne.

Es ist einerseits eine Frage der Kosten, die, wenn man dem Prinzip einer Verbindung zwischen oben und unten positiv gegenüber steht, entscheiden, wie so was aussehen kann oder muss, zum anderen aber ist es eine Frage der Anmutung des Ufers in seiner einmaligen Schönheit, die durch ein monumentales Bauwerk ganz empfindlich gestört werden kann.

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Zudem sind möglicherweise auch Argumente des Naturschutzes nicht von der Hand zu weisen. Sicher wird die Frage zu recht gestellt, ob eine einfache Holztreppe, die möglicherweise immer wieder erneuert werden muss, nicht nur von den Kosten her gesehen auf Dauer billiger wird.

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Auch was die Beeinträchtigung des Brodtener Steilufers als besonders schützenswertes Kleinod betrifft, ist leicht einsehbar, dass eine einfache Treppe besser geeignet wäre, so man denn eine solche Verbindung aus den genannten Gründen überhaupt haben will. Nicht zu letzt würde an dieser Stelle dann die Hermannshöhe als Gaststätte davon profitieren. Und unsere Wanderer und Kurgäste auch. KEV


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 14.05.2012 um 10:34 Uhr.
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