Travemünde 07.02.2007 | Der Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein hat sich heute gemeinsam mit der Polizei nahe des Standortes einer ehemaligen Geschützstellung aus dem zweiten Weltkrieg ein Bild von den Verhältnissen vor Ort gemacht. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Spezialisten nicht nur der Situation auf dem Wanderweg des Brodtener Steilufers nahe der ehemaligen Flak, sondern auch eingehend dem unten liegenden Strand.

Die Untersuchung des Strandbereiches ergab mit einer Metallsonde keine weiteren Hinweise auf vorhandene Munition.

Nach Lage der Dinge muss möglicherweise mit weiteren Funden gerechnet werden, wobei die bislang vorliegenden Hinweise darauf hindeuten, dass mit dem Abbrechen der Uferkante weitere Munition auftauchen könnte.
Offenbar sind in den letzten Wochen auf Grund der Witterung große Erdmassen am Steilufer bei Travemünde nach unten geschwemmt worden. Und damit auch Reste von im Boden bislang unerkannten Munitionsresten.

Viele, zum Teil sehr große Betonbrocken, mutmaßliche Bestandteile der ehemaligen Flak-Stellungen wurden mit erfasst und liegen nun unmittelbar vom Wasser der Ostsee umspült am Strand. Ein Blick nach oben zeigt auch einen künftigen Kandidaten aus Beton, der nur noch auf kräftigen Regen, Wind und auch Eis wartet, um dann mit Wucht die letzte Reise zum Strand samt Geröll, Sand und Lehm anzutreten.

Über weitere Maßnahmen des Kampfmittelräumdienstes und anderer beteiligter Behörden dürfte erst nach eingehenden weiteren Erörterungen entschieden werden, wobei die heutige Inspektion der Lage vor Ort für die weiteren Planungen und eventuellen Einsätze die notwendigen Hinweise ergeben hat. Nach seinem heutigen Einsatz hat der Kampfräummitteldienst den Kurbetrieb über das Ergebnis der bisherigen Erkenntnisse informiert. Wie zu erfahren war, ist der Kurbetrieb für die Sicherheit des Wanderweges, nicht aber für den dortigen Strandbereich zuständig.

Geschützstellung das Gelände. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Kampfmittelräumdienst und Polizei bitten die Bevölkerung, eventuell gefundene Munition unbedingt liegen zu lassen, auf keinen Fall anzufassen und umgehend die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. KEV



Weitere Info:
Siehe auch unser Bericht vom 05. Februar 2007
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