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Wieder Munition am Brodtener Steilufer

Bei täglicher Inspektion: Mitarbeiter von Stadtgrün Lübeck wurde fündig

Travemünde 28.02.2007 | Es ist Niedrigwasser in der Lübecker Bucht. Hans-Georg Erdmann vom Bereich Stadtgrün und Friedhöfe der Verwaltung der Hansestadt Lübeck hatte heute bei seinem täglichen Inspektionsgang Gelegenheit, einen Uferbereich abzusuchen, der nur selten so gut einzusehen ist.

Hans Georg Erdmann von Stadtgrün Lübeck zeigt eine seiner heutigen Fundstellen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Hans Georg Erdmann von Stadtgrün Lübeck zeigt eine seiner heutigen Fundstellen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Jeden Tag widmet er eine gute halbe Stunde seiner Arbeitszeit, um die Umgebung der ehemaligen Flakstellung des Zweiten Weltkrieges unten am Ufer abzusuchen.

Der Kleinlaster von Stadtgrün Lübeck parkt auf dem Uferwanderweg. An einem Tampen hangelt sich Herr Erdmann für seine tägliche Inspektion zum Ufer hinab, um im Umkreis der ehemaligen Flakstellung täglich nach Munition zu suchen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Der Kleinlaster von Stadtgrün Lübeck parkt auf dem Uferwanderweg. An einem Tampen hangelt sich Herr Erdmann für seine tägliche Inspektion zum Ufer hinab, um im Umkreis der ehemaligen Flakstellung täglich nach Munition zu suchen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Und er wurde fündig: gleich zwei Mal hat sein geübtes Auge zwischen wasserumspültem Geröll und Sand verrottete Geschosse ausgemacht. Man muss schon genau hinsehen, um die nur knapp aus dem Sand herausragenden Projektile zu erkennen.

Wie gefährlich es sein würde, die verrotteten Geschosse unsachgemäß freizulegen wird jedem Laien einsichtig. Eine unsachgemäße Bewegung und schon kann es zu spät sein.

Der Kampfmittelräumdienst wurde von Herrn Erdmann direkt benachrichtigt und zur Fundstelle gebeten. Allen Fans des Brodtener Steilufers sei noch einmal dringend empfohlen, eventuelle Funde sofort zu melden und auf keinen Fall anzufassen. Das Handy macht’s über den Notruf 110 möglich. KEV

Kaum zu erkennen ist der aus dem Sand herausschauende achtere Teil des Geschosses. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Kaum zu erkennen ist der aus dem Sand herausschauende achtere Teil des Geschosses. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Vermutliche Reste ehemaliger Anlagen aus dem Zweiten Weltkrieg hängend drohend über dem Brodtener Steilufer. Die ständige Erosion wird auch diesen großen Betonbrocken alsbald nach unten sausen lassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch solche Vorgänge immer wieder Munition freigelegt wird. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Vermutliche Reste ehemaliger Anlagen aus dem Zweiten Weltkrieg hängend drohend über dem Brodtener Steilufer. Die ständige Erosion wird auch diesen großen Betonbrocken alsbald nach unten sausen lassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch solche Vorgänge immer wieder Munition freigelegt wird. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Halb freigelegt ist das Innere des Geschosses und daher besonders gefährlich in der Handhabung. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Halb freigelegt ist das Innere des Geschosses und daher besonders gefährlich in der Handhabung. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Das gefährliche Überbleibsel des letzten Weltkrieges aus der Nähe. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Das gefährliche Überbleibsel des letzten Weltkrieges aus der Nähe. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Das Niedrigwasser an der Lübecker Bucht gab heute sonst selten einsehbare Bereiche des Ufers frei. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Das Niedrigwasser an der Lübecker Bucht gab heute sonst selten einsehbare Bereiche des Ufers frei. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Ein »diskreter« Hinweis für den erwarteten Kampfmittelräumdienst, die Standorte der Fundstellen schnell zu finden. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Ein »diskreter« Hinweis für den erwarteten Kampfmittelräumdienst, die Standorte der Fundstellen schnell zu finden. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Eine der Fundstellen mit Blick vom Wanderweg hinab zum Wasser. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Eine der Fundstellen mit Blick vom Wanderweg hinab zum Wasser. Foto: KARL ERHARD VÖGELE


 

 

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