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U-Boot am Leuchtturm Travemünde

Trotz erster Proteste offizieller erster Spatenstich für die Fundamente am heutigen Sonntag um 12.00 Uhr

Travemünde 01.04.2007 | Das U-Boot Projekt am Alten Leuchtturm Travemünde nimmt Fahrt auf: Der Wiener Event-Unternehmer Franz will direkt am Schifffahrtsdenkmal ein Technisches U-Boot-Museum errichten (Travemünde Aktuell berichtete ). Am heutigen Sonntag um 12.00 Uhr Mittags ist der obligatorische »erste Spatenstich« für die Fundamente des tonnenschweren U-Boot-Nachbaus geplant.

Auf dem freien Rasenstück vor dem Alten Leuchtturm soll ein technisches U-Boot-Museum entstehen. Foto/Montage: U-BOOT TRAVEMÜNDE LTD.
Auf dem freien Rasenstück vor dem Alten Leuchtturm soll ein technisches U-Boot-Museum entstehen. Foto/Montage: U-BOOT TRAVEMÜNDE LTD.

Vertreter der führenden Medien aus der Norddeutschen Presselandschaft sind geladen worden, darunter natürlich auch die Redakteure von »Travemünde Aktuell«, die bereits exklusiv vorab berichteten. Es wird einen Sektempfang geben und viele Prominente Lübecker und Travemünder werden erwartet.

Während des Krieges gehörten U-Boote in Travemünde zum normalen Bild. Hier die erste U-Boot-Flottille in Travemünde vor 1939. Im Hintergrund links ist gut der Alte Leuchtturm zu sehen. Das Maritim wurde erst Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gebaut. Jetzt taucht in Travemünde wieder ein U-Boot auf. Touristiker begrüßen das Projekt, das allerdings nicht ganz unumstritten ist. Foto: ARCHIV TRAVEMUENDE-AKTUELL
Während des Krieges gehörten U-Boote in Travemünde zum normalen Bild. Hier die erste U-Boot-Flottille in Travemünde vor 1939. Im Hintergrund links ist gut der Alte Leuchtturm zu sehen. Das Maritim wurde erst Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gebaut. Jetzt taucht in Travemünde wieder ein U-Boot auf. Touristiker begrüßen das Projekt, das allerdings nicht ganz unumstritten ist. Foto: ARCHIV TRAVEMUENDE-AKTUELL

Wo in Travemünde etwas neu entsteht, da wird natürlich auch gemeckert. So gab es, nachdem »Travemünde Aktuell« die U-Boot Pläne am 26. März 2007 enthüllte, bereits erste Proteste von Urlaubsgästen, die im ehemaligen Leuchtturmwärterhaus wohnen. »Das U-Boot nimmt doch die ganze Sonne, da wird die Wohnung viel zu dunkel. Außerdem wollen wir auf das Rasenstück gucken und nicht gegen eine Spundwand«, schrieb und Lieselotte Schneider aus Nordrhein-Westfalen in einer wütenden E-Mail. Sie will im Juli 6 Tage in Travemünde Urlaub machen.

Travemünde war auch mal U-Boot-Hafen. Auch daran soll das neue Technische U-Boot-Museum am Alten Leuchtturm erinnern. Hier eine historische Aufnahme von U-Booten im Hafen von Travemünde im Jahre 1938. Foto: ARCHIV TRAVEMUENDE AKTUELL
Travemünde war auch mal U-Boot-Hafen. Auch daran soll das neue Technische U-Boot-Museum am Alten Leuchtturm erinnern. Hier eine historische Aufnahme von U-Booten im Hafen von Travemünde im Jahre 1938. Foto: ARCHIV TRAVEMUENDE AKTUELL

Nach Informationen von »Travemünde Aktuell« gibt es im Ort auch Gegner des Projektes, die generell Kriegsgerät als Touristenattraktion ablehnen.

Leuchtturm-Pächterin Claudia Schmäing hat extra nochmal nachgemessen: Keine Chance für die Linde. Das Travemünder U-Boot mit einer Gesamtlänge von mit 52,36 Metern braucht die komplette Distanz auf dem Rasenstück. Foto: RD
Leuchtturm-Pächterin Claudia Schmäing hat extra nochmal nachgemessen: Keine Chance für die Linde. Das Travemünder U-Boot mit einer Gesamtlänge von mit 52,36 Metern braucht die komplette Distanz auf dem Rasenstück. Foto: RD

Auch aus dem Ostseebad Laboe rumort es, warum Travemünde nun schon wieder etwas nachmachen müsse. Das U-Boot wird in etwas kleinerem Maßstab dem berühmten U-Boot von Laboe, einer Touristenattraktion, nachgebaut. Allerdings aus einer speziellen Kunststoff-Mischung.

Eigentlich sollte die junge Linde als Nachfolgerin der Travemünder Bergulme mindestens 100 Jahre stehen. Jetzt muss sie dem U-Boot weichen. Foto: RD
Eigentlich sollte die junge Linde als Nachfolgerin der Travemünder Bergulme mindestens 100 Jahre stehen. Jetzt muss sie dem U-Boot weichen. Foto: RD

Positiv, allerdings mit kleinem Wermutstropfen, sieht Leuchtturm-Pächterin Claudia Schmäing das Projekt: »Ich finde das ganz wunderbar, das ist eine Attraktion für Travemünde und eine Bereicherung für den Alten Leuchtturm«, sagte sie. Das U-Boot werde die Besucherfrequenz sicher steigern. Die Leuchtturm-Pächterin bedauert nur, dass die von der Travemünder Dienstleistungs- und Handwerkergemeinschaft vor einem Jahr gepflanzte Linde nun gefällt werden muss. Sie hat heute extra noch mal nachgemessen: Das 52,36 Meter lange U-Boot wird die volle Distanz über die Rasenfläche brauchen, die Linde muss weichen. Der Baum war als Ersatz für die Jahrhundertealte Travemünder Ulme, ein Naturdenkmal, gepflanzt worden. Die Travemünder Bergulme war im Oktober 2005 dem Ulmensplintkäfer zum Opfer gefallen und umgestürzt. Der Nachfolger, die junge Linde, wird jetzt ein Opfer des U-Bootes. Ob eine Neuanpflanzung geplant ist, ist nicht bekannt. »Travemünde Aktuell« wird darüber berichten. RD

Anhand der Pläne des Wiener Investors lässt sich gut nachvollziehen, wo das U-Boot liegen wird. Leuchtturm-Pächterin Claudia Schmäing hofft mit der neuen Attraktion auf zusätzliche Gäste für Travemünde und für den Alten Leuchtturm. Sie will Kombi-Tickets für Leuchtturm- und U-Boot anbieten. Foto: RD
Anhand der Pläne des Wiener Investors lässt sich gut nachvollziehen, wo das U-Boot liegen wird. Leuchtturm-Pächterin Claudia Schmäing hofft mit der neuen Attraktion auf zusätzliche Gäste für Travemünde und für den Alten Leuchtturm. Sie will Kombi-Tickets für Leuchtturm- und U-Boot anbieten. Foto: RD

Lesetipp: Travemünde war sogar einmal Schauplatz eines Flüchtlings-Dramas, in dem ein U-Boote eine wesentliche Rolle spielte. Die historischen Ereignisse wurden kürzlich verfilmt. Der Streifen soll auch im neuen Technischen U-Boot-Museum gezeigt werden. Unseren Bericht lesen Sie hier.

www.uboot-travemuende.de.vu


 

 

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