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DLRG: Die Sicherheitsprofis an unseren Stränden

Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland opfern ihren Urlaub für den Einsatz an der Küste

Travemünde 08.08.2007 | Mit bis zu 16 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern ist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Lübeck e.V., kurz DLRG genannt täglich an unseren Stränden im Einsatz. Viele der freiwilligen Schwaben, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Bayern oder woher sie auch immer aus dem ganzen Bundesgebiet kommen mögen, opfern einen großen Teil ihres Urlaubes oder der Ferien, um bei uns im Wasser und an Land für Sicherheit zu sorgen.

Mit gespannter Aufmerksamkeit beobachten die Einsatzkräfte den Badebetrieb – hier in der Zentralen Einsatzstelle.
Mit gespannter Aufmerksamkeit beobachten die Einsatzkräfte den Badebetrieb – hier in der Zentralen Einsatzstelle.
Sicherheit auf den Wasser. Das Rettungsboot läuft ein am Strand aufsitzendes Motorboot an und vergewissert sich, ob Hilfe notwendig ist.
Sicherheit auf den Wasser. Das Rettungsboot läuft ein am Strand aufsitzendes Motorboot an und vergewissert sich, ob Hilfe notwendig ist.

An ihrer rot-gelben Einsatzbekleidung kann man sie leicht am Strand und auch in ihren Booten erkennen. Viele davon haben neben der Ausbildung zum Rettungsschwimmer eine weitergehende Ausbildung wie Sanitäter, Bootsführer oder Wachleiter.

Stationsleiter Martin Pieren ist stolz auf seine Mannschaft. Gut ausgebildet und hervorragend motiviert nehmen die jungen Kräfte ihre Aufgaben wahr wie Sicherung des Strandbetriebes und der Badezonen, Warnen vor Gefahren, Suche nach verlorenen Kindern und Suche der Eltern, Retten aus Gefahr und Versorgung der Verunglückten vor Ort und in ihren Behandlungsräumen und Übergabe an die Rettungsdienste.

Einsatzleitstelle an der Strandpromenade.
Einsatzleitstelle an der Strandpromenade.
Kontrollfahrt außerhalb des Schwimmbereiches am Strand.
Kontrollfahrt außerhalb des Schwimmbereiches am Strand.

Sehr häufig, so Pieren, geht es um kleine Schnittwunden, Hautreizungen durch Feuerquallen, Bienenstiche, auch Hitzschläge kommen immer wieder vor und fast jeden Tag sucht ein Kind seine Mutter oder es suchen Eltern den kleinen Sausewind, der beim Spielen Ort und Zeit vergessen hat. Daher sollten Eltern ihren Kindern gleich beim ersten Besuch am Strand den nächstgelegenen Wachturm zeigen und wenn möglich, gemeinsam mit den Kindern einen Rettungsschwimmer oder eine Rettungsschwimmerin ansprechen und ihnen erklären, dass diese nette Menschen immer gerne weiterhelfen.

Natürlich können die Einsatzkräfte nicht immer und überall gleichzeitig vor Ort sein. Daher brauchen sie die Mithilfe der Badegäste. »Wir bekommen oft wertvolle Hinweise«, sagt Stationsleiter Martin Pieren. So wenn irgend etwas Ungewöhnliches auffällt oder wenn direkt ein Notfall beobachtet wird.

Der besetzte Wachturm ist leicht an der DLRG-Fahne und der rot/gelben Flagge zu erkennen.
Der besetzte Wachturm ist leicht an der DLRG-Fahne und der rot/gelben Flagge zu erkennen.
Wachleiter Martin Pieren auf der Fahrt zu dem weit außerhalb gelegenen Wachturm 4 hinter dem Bereich Mövenstein.
Wachleiter Martin Pieren auf der Fahrt zu dem weit außerhalb gelegenen Wachturm 4 hinter dem Bereich Mövenstein.

Die Beobachtungen sind am besten der nächsten Wachstation zu melden. Das ist entweder die Einsatzzentrale an der Strandpromenade oder einer der Wachtürme. Sie sind besetzt, wenn die DLRG-Flagge und eine rot/gelbe Flagge aufgezogen sind. Ganz wichtig ist zu wissen, dass eine zusätzliche gelbe Flagge Badeverbot für Kinder und Nichtschwimmer bedeutet und eine rote Flagge: Gefahr! Allgemeines Badeverbot.

Im Notfall erreichen Sie Hilfe unter 04502/74777.

Per Email ist die DLRG zu erreichen unter dlrg-luebeck@t-online.de und im Internet gibt es weitere Infos unter www.luebeck.dlrg.de.

Mareike Degner und Hans Seibt (r) beim Absuchen von Strand, Wasser und Horizont und Beobachtung eventuell unklarer Situationen, die unter Umständen ein Eingreifen notwendig machen.
Mareike Degner und Hans Seibt (r) beim Absuchen von Strand, Wasser und Horizont und Beobachtung eventuell unklarer Situationen, die unter Umständen ein Eingreifen notwendig machen.
Hans Seibt erklärt einem Interessenten das Beinboard zum Bergen von Verletzten. Es ist besonders hilfreich z.B. bei Rückenverletzungen.
Hans Seibt erklärt einem Interessenten das Beinboard zum Bergen von Verletzten. Es ist besonders hilfreich z.B. bei Rückenverletzungen.

Denken Sie bitte daran: auch wenn die Rettungskräfte in ihrer Freizeit unentgeltlich arbeiten und nur einen kleinen Tagessatz für Essen und Getränke bekommen, so kosten die Ausbildung und die vielen technischen Geräte, Wachtürme und deren Unterhaltung auch Geld – Geld das für einen guten Zweck gut angelegt ist. Der DLRG bittet um ihre Unterstützung auf das Spendenkonto Volksbank Lübeck, BLZ 23090142 Konto-Nummer 4199910. KEV

Bootsführer Bernhard Walker (l) aus Tübingen, Lars Hüttenrauch (m) aus Franken, Alex Schöwe (r) vom Bodensee beim Auslaufen zur Kontrollfahrt. Links ist der gelbe Notfallkoffer zu sehen.
Bootsführer Bernhard Walker (l) aus Tübingen, Lars Hüttenrauch (m) aus Franken, Alex Schöwe (r) vom Bodensee beim Auslaufen zur Kontrollfahrt. Links ist der gelbe Notfallkoffer zu sehen.

Alle Fotos Karl Erhard Vögele

www.luebeck.dlrg.de


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 07.02.2012 um 06:06 Uhr.
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