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Diese Jungs tauchen was!

34 Lübecker Feuerwehr-Taucher üben regelmäßig für den Ernstfall

Travemünde 26.09.2007 | »Wie tief ist das Wasser?« und »Was ist hier passiert?« sind die häufigsten Fragen, die von den Tauchern der Lübecker Berufsfeuerwehr natürlich gern beantwortet werden. Touristen vom Land sind immer Mal sehr interessiert, wenn die Feuerwehrtaucher üben. So etwas kennt man von Zuhause ja nicht. Heute ging es von der Nordermole aus der Trave auf den Grund.

Thomas Schönfelder macht sich fertig für den ersten Tauchgang. Danach sind die Kollegen Jens Boeck und André Heße dran. Foto: RD
Thomas Schönfelder macht sich fertig für den ersten Tauchgang. Danach sind die Kollegen Jens Boeck und André Heße dran. Foto: RD

Die Feuerwehrtaucher sind normale Berufsfeuerwehrleute, die bei der Feuerwehr ihren Dienst tun. Nur wenn Personen oder Sachen ins Wasser geraten, etwa ein Autofahrer im Nebel die Kaimauer übersieht, auf Glatteis ins Wasser schlittert oder sich Menschen sonst wie überschätzen, dann wechseln die Feuerwehrleute für ihren Einsatz aufs Taucherfahrzeug.

Thomas Schönfelder steigt die Treppe an der Nordermole hinab. Die Taucherflossen zieht er erst im Wasser an. Foto: RD
Thomas Schönfelder steigt die Treppe an der Nordermole hinab. Die Taucherflossen zieht er erst im Wasser an. Foto: RD

TA-Audio: Lehrtaucher Herbert Kerkhoff erzählt auf der Nordermole von der Arbeit der Feuerwehr-Taucher.

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Travemünde Aktuell: Diese Jungs tauchen was!

Um immer fit zu sein für den Ernstfall, muss regelmäßig geübt werden. Bei jedem Wetter. Herbert Kerkhoff, Lehrtaucher der Berufsfeuerwehr Lübeck und seine Kollegen hatten heute sehr angenehmes Wetter bei moderaten 12 Grad Wassertemperatur und guter Sicht. Mit dem Wasser kommt so ein Taucher allerdings gar nicht in Berührung: Dank Trockentauchanzug. So ist er auch bei eisigen Temperaturen einsatzbereit.

Travemünde Aktuell: Diese Jungs tauchen was!

Geübt wird regelmäßig an der Nordermole, der Südermole, am Ostpreußenkai, im Fischereihafen, auf dem Priwall, in Gothmund, an der alten Herrenbrücke und in Lübecks Stadtgewässern.

10 Meter ist das Wasser an der Nordermole tief. Die Taucher müssen bis auf den Grund, denn da sucht man ja üblicherweise nach vermissten Personen oder Gegenständen. Foto: RD
10 Meter ist das Wasser an der Nordermole tief. Die Taucher müssen bis auf den Grund, denn da sucht man ja üblicherweise nach vermissten Personen oder Gegenständen. Foto: RD

Wenn in Lübeck Alarm gegeben wird, sind die Taucher in 15 bis 20 Minuten Einsatzbereit an der Nordermole. Da gibt es bei kalten Temperaturen durchaus noch Überlebenschancen. Mancher von der Feuerwehr aus dem Wasser gerettete läuft heute bei bester Gesundheit herum. Schwerpunkt der Arbeit der Feuerwehrtaucher ist die Menschenrettung. 34 aktive Taucher gibt es dafür in der Lübecker Berufsfeuerwehr. 20 bis 30 Einsätze haben die im Jahr.

Die Taucher arbeiten immer im Team und im Gegensatz zu Sporttauchern immer mit Kontakt »nach oben«. Jens Boeck hat seinen Kollegen Thomas Schönfelder immer an der Leine. Kommt ein großes Schiff, was einen ordentlichen Sog auslösen kann, warnt er ihn mit 6 Zügen an der Leine. Dann kann der Taucher sich zusätzlich unter Wasser festhalten, an einem Stein etwa. Zieht dagegen der Taucher unter wasser 1 mal an der Leine, bedeutet das, dass er Hilfe braucht. Foto: RD
Die Taucher arbeiten immer im Team und im Gegensatz zu Sporttauchern immer mit Kontakt »nach oben«. Jens Boeck hat seinen Kollegen Thomas Schönfelder immer an der Leine. Kommt ein großes Schiff, was einen ordentlichen Sog auslösen kann, warnt er ihn mit 6 Zügen an der Leine. Dann kann der Taucher sich zusätzlich unter Wasser festhalten, an einem Stein etwa. Zieht dagegen der Taucher unter wasser 1 mal an der Leine, bedeutet das, dass er Hilfe braucht. Foto: RD

Ob beim Übungs-Tauchen auch mal was ungewöhnliches im Wasser entdeckt wird? Geldkassetten haben sie mal gefunden, berichtet Lehrtaucher Herbert Kerkhoff, der in Travemünde aufgewachsen ist. Einen Schatz leider noch nicht. »Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden…« RD

Nach 20 Minuten taucht Thomas Schönfelder ohne Zwischenfälle wieder auf. Viele Spaziergänger auf der Nordermole beobachten die Übung und stellen Fragen. Foto: RD
Nach 20 Minuten taucht Thomas Schönfelder ohne Zwischenfälle wieder auf. Viele Spaziergänger auf der Nordermole beobachten die Übung und stellen Fragen. Foto: RD
Sichtlich erschöpft: Eine Einzelflasche wiegt gut 28 Kilo, die Doppelflasche 50 Kilo. Unter Wasser geht das noch, aber wenn man die Leiter wieder raufklettern soll, wiegt die Ausrüstung doch... Foto: RD
Sichtlich erschöpft: Eine Einzelflasche wiegt gut 28 Kilo, die Doppelflasche 50 Kilo. Unter Wasser geht das noch, aber wenn man die Leiter wieder raufklettern soll, wiegt die Ausrüstung doch... Foto: RD
Seit Sommer haben die Feuerwehrleute ein neues Taucherfahrzeug. Foto: RD
Seit Sommer haben die Feuerwehrleute ein neues Taucherfahrzeug. Foto: RD


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 04.02.2012 um 10:05 Uhr.
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