Travemünde 01.12.2007 | Statt Wasser marsch hieß es heute »Weihnachtsbaum marsch«. Und dies nicht nur einmal. Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Travemünde, packten zu und hatten innerhalb weniger Minuten zwei riesige künftige Weihnachtsbäume in einem Privatgrundstück abgesägt.

Der Kran der Metallbaufirma Tiedemann hievte die Prachtexemplare auf zwei Hänger und ab ging der Konvoi Richtung Strandbahnhof mit einem Abzweig eines der Bäume Richtung Hafen. Der andere bahnte sich mit Überbreite über den Moorredder und dem verständnisvollen »rechts ran Fahren« der Verkehrsteilnehmer zum Strandbahnhof seinen Weg. Roland Schneider, Jugendwart und Chef der Jugendfeuerwehr hatte alles im Griff. Dieser Sondereinsatz lief wie am Schnürchen, eben wie jeder andere Einsatz auch.

»Und das sind alles ehrenamtliche Helfer«, berichtete Roland Schneider stolz, »viele sind schon seit Tagen im Einsatz, um Travemünde weihnachtlich zu gestalten, so insbesondere das Anbringen der Lichter in der Vorderreihe unter kräftiger Mithilfe der Elektrofirma Stasch. Sie haben Urlaub genommen und spenden ihre freie Zeit für die Allgemeinheit und ein weihnachtliches Travemünde.« Aber auch hier gibt es noch weitere Helfer, Sponsoren und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Travemündes.


Hans Peter Kröger, Landwirt aus Brodten half mit seinem Traktor-Hänger-Gespann den Weinachtsbaum zum Strandbahnhof zu transportieren. Peter Kröger, so Roland Schneider anerkennend, hat uns schon so manches Mal geholfen. Ohne solche Männer, die sich der Gemeinschaft verpflichtet fühlen, wäre manche Hilfe der Feuerwehr nicht möglich. Es scheint, als hätte die Feuewehr ein unerschöpfliches Reservoir an Helfern. So war auch das Zuschneiden des Baumes auf die Maße der Hülse, in die der Baum dann mehr als einen Meter auf dem Bahnhofrondell in den Boden versenkt werden sollte, ein Meisterwerk an Augenmaß und Umgang mit der kleinen Motorhandsäge.


Dann schien es nur noch ein Kinderspiel zu sein, wie der Tiedemannkran den Baum hochhievte und schneller als man hinsehen konnte, vor den Strandbahnhof setzte. Es war eher Zufall, aber es schien, als ob die geniale Planung der Feuerwehr auch dies noch bewerkstelligte: wie gerufen kam gerade der Kehrwagen der Stadtreinigung vorbei, und nahm allerlei kleine Abfälle auf, die beim Zurichten des Baumes angefallen waren. So verging nicht einmal eine Stunde, bis der Weinachtsbaum vom Garten eines Privatgrundstückes seinen Weg vor den Strandbahnhof fand. Bleibt noch nachzutragen, dass kurze Zeit später der Kurbetrieb die Lichter anbrachte und die Freiwillige Feuerwehr noch weitere Weinachtsbäume errichtete oder an den Vorbereitungen beteiligt war, so am Fährplatz, am Platz vor der Café Bar Nr. 5 am Anfang der Vorderreihe, auf der Passat, am Hafen bei der Firma Tiedemann und dem Weihnachtsbaum an der Mole. KEV


Alle Fotos Karl Erhard Vögele
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