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Schwebende Schöne:

Lübecker Steinmetz rettet Ostsee-Nymphe aus ihrem Sand-Gefängnis

Travemünde 05.12.2007 | So, wie sie da im Sand steckte, das war ja einer Nymphe auf Dauer nicht würdig. Aber dass da bald etwas passieren würde, hatte sich mit dem »großen Nymphenbuddeln« (Travemünde Aktuell berichtete hier und hier) ja schon angedeutet. Heute erlöste der Lübecker Steinmetz Reppin die Ostsee-Nymphe aus ihrem sandigen Gefängnis und setzte sie auf einen größeren Stein in der Nähe um.

Schwerer als gedacht war es, die Ostsee-Nymphe von ihrem alten Stein herunterzubekommen. Alle Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Schwerer als gedacht war es, die Ostsee-Nymphe von ihrem alten Stein herunterzubekommen. Alle Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Durch die letzte große Sturmflut Ende September, die bekanntlich zu großen Schäden auch an Travemündes Strand führte, hatte die Priwallseite ebenfalls einiges abbekommen. Die Sandworld war zwar gerade noch rechtzeitig abgebaut worden, aber plötzlich türmten sich bisher unbekannte Sandbänke Richtung Fahrrinne auf. Dadurch versank die Ostsee-Nymphe, die seit Ende Februar hier auf einem Findling Platz genommen und nur bei hohen Wasserständen ein nasses Unterteil hatte, bis zum Bauchnabel im Untergrund. Früher musste man sich sputen, wenn man trockenen Fußes die pralle Schöne erreichen und – vor allem von vorne – photographieren wollte. Jetzt war es ein Kinderspiel. Prompt nutzten die Besucher die Gelegenheit, stiegen für den Schnappschuss der Nymphe sogar auf Schultern und Kopf, der Fischschwanz des Fabelwesens blieb aber im Sand verborgen. Manche versuchten es zwar mit Graben, gaben aber schnell wieder auf.

Geschafft, die Dame löst sich vom Sockel. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Geschafft, die Dame löst sich vom Sockel. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Neptun, der der Sage nach ohnehin ein Auge auf die verführerische Dame geworfen haben soll, scheint offensichtlich im Sturm seine schützende Hand über die bronzene Maid gelegt zu haben. Das würde erklären, warum der Sturm dem zarten Geschöpf nichts anhaben konnte. Seltsam ist, dass außer dem vielen Sand auch gleich noch ein neuer Findling angeschwemmt wurde, der jetzt geradezu ideal passt, um der Nymphe einen neuen Sitzplatz zu geben. Die Sitzrichtung zum Wasser bleibt. Zur Freude der Segler, zu denen auch Steinmetz Reppin gehören soll.

Jetzt heißt es schnell den neuen Sitzplatz präparieren. Solange ruht sich die Nymphe am Strand aus. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Jetzt heißt es schnell den neuen Sitzplatz präparieren. Solange ruht sich die Nymphe am Strand aus. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Eine andere Sache ist die Geschichte, dass die Ostsee-Nymphe manchmal wie eine »Sirene« aus der griechischen Mythologie leise und verzaubernd locken soll. Jedenfalls wurde das nun schon wiederholt berichtet. Aber diesen Fall müssen wir noch mal gesondert untersuchen… CN/RED

Ja, sie kann sogar schweben, unsere Ostsee-Nymphe. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Ja, sie kann sogar schweben, unsere Ostsee-Nymphe. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Schwebende Schöne:
Maßarbeit: Jetzt wird die Nymphe an ihrem neuen Stammplatz verankert. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Maßarbeit: Jetzt wird die Nymphe an ihrem neuen Stammplatz verankert. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Morgens um 9 Uhr hatten die Steinmetze begonnen, an der Nymphe zu arbeiten. Als abends um 17 Uhr die »Nils Holgersson« einläuft, ist das Werk vollbracht. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Morgens um 9 Uhr hatten die Steinmetze begonnen, an der Nymphe zu arbeiten. Als abends um 17 Uhr die »Nils Holgersson« einläuft, ist das Werk vollbracht. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Schwebende Schöne:
Sie waren die verdientermaßen die ersten, die sich mit der Nymphe am neuen Standort fotografieren ließen: Harald Standtke und Gerd Schiewer vom Lübecker Steinmetz Reppin. Die beiden haben heute ein ordentliches Stück Arbeit geleistet. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Sie waren die verdientermaßen die ersten, die sich mit der Nymphe am neuen Standort fotografieren ließen: Harald Standtke und Gerd Schiewer vom Lübecker Steinmetz Reppin. Die beiden haben heute ein ordentliches Stück Arbeit geleistet. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Alle Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

www.ostsee-nymphe.de


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 03.09.2010 um 09:20:41 Uhr.
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