Travemünde 08.12.2007 | Die immerhin schon 8 Monate alte Nachricht, dass das Maritim Strandhotel Travemünde seine Zimmer möglicherweise als Eigentumswohnungen verkauft (Travemünde Aktuell berichtete am 14.04.2007) hat diese Woche auch Eingang in die tagesaktuelle Print-Presse gefunden.

Auslöser der aktuellen Berichterstattung ist ein Rundschreiben der Hauptverwaltung, der Maritim Hotelgesellschaft in Bad Salzuflen, an die Residenzeigentümer. Residenzler sind die Besitzer der von Anfang an im Hochhaus bestehenden Eigentumswohnungen in den oberen Stockwerken.

In dem Schreiben vom 21. November 2007 wird darauf hingewiesen, dass sich bei der Umwandlung der Hotelzimmer in ein Aparthotel um eine »Option« handelt, eine Möglichkeit von vielen also. Seitdem weist das Maritim immer wieder darauf hin, dass eine Entscheidung noch nicht getroffen sei. Was die »Lübecker Nachrichten« nicht daran hinderte, am 7. Dezember 2007 »Maritim Travemünde will Hotel schließen« auf die Titelseite zu schreiben. Das Fragezeichen, was eigentlich hinter die Überschrift gehört hätte, hat dafür das Travemünde-Netz in der poetischen Überschrift »Aqua Top/Maritim – Wie gewonnen, so zerronnen?« nachgeholt.

Den Vogel abgeschossen hat aber die Bild-Zeitung, die am 7. Dezember zwar die Infos aus ln-online korrekt abschreibt, aber mit der abstrusen Schlagzeile: »Hotel Maritim wird abgerissen« daherkommt.

Die Maritim Hotelgesellschaft dagegen veröffentlichte gestern eine Pressemitteilung mit dem Titel »Maritim festigt Verbundenheit mit Travemünde« (kompletter Text siehe Info-Kasten am Ende dieses Artikels).
So unterschiedlich können Schlagzeilen zu ein und demselben, in diesem Fall wenig vorweihnachtlichen Thema sein. Zur Weihnachtszeit hätte besser der »Märchenautomat« der LTM gepasst, der im Januar das Maritim ins Heiligen-Geist-Hospital verlegte (siehe Bericht vom 20.01.2007). Wir sind gespannt, was jetzt noch kommt. »Maritim plant Hotel auf dem Mond?«. RD

Pressemitteilung der Maritim Hotelgesellschaft:
Maritim festigt Verbundenheit mit Travemünde
Einigung mit der Hansestadt Lübeck über Grundstückskauf
Bad Salzuflen, Lübeck-Travemünde – 07. Dezember 2007. Die Maritim Hotelgesellschaft hat mit der Hansestadt Lübeck eine Vorvereinbarung über den Erwerb des Erbpachtgrundstückes Trelleborgallee 2 in Travemünde getroffen. Dieses Grundstück, auf welchem sich seit 1973 die Maritim Hotel- und Residenzanlage befindet, war bisher im Eigentum der Hansestadt Lübeck. Nach Jahren der Verhandlungen mit der Hansestadt kann Maritim das Erbpachtgrundstück nun kaufen. Damit verfestigt Maritim seine traditionelle Verbundenheit mit dem Standort Travemünde.
Die Einigung kam zustande, nachdem die Hansestadt Lübeck beschlossen hatte, das benachbarte Freizeitzentrum Aqua Top abreißen zu lassen. Das Aqua Top war ursprünglich mit dem Maritim Hotel als ein zusammenhängendes Freizeit- und Erholungszentrum konzipiert worden, ist aber seit vier Jahren geschlossen. Der Abriss des verfallenden Gebäudes ermöglicht der Stadt nun eine Neubebauung des Areals. Maritim begrüßt die Entwicklung auf dem Nachbargrundstück. Das Aqua Top wurde zuletzt von den Hotelgästen und Bewohnern der Maritim Residenzen als regelrechter Schandfleck empfunden.
Auf dem ehemaligen Aqua Top Gelände soll ein Hotel errichtet werden. Für den Fall nachhaltiger Wettbewerbsveränderungen hat sich Maritim vorbehalten, das bestehende Maritim Strandhotel in ein Aparthotel umzuwandeln.
Externe Links zum Thema:
Bericht im Travemünde Netz und auf ln-online.
www.travemuende-netz.de/wp/index.php/archives/877
www.ln-online.de/lokales/2267426
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 16.05.2012 um 07:56 Uhr.
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