Donnerstag, 17. Mai 2012 | 14 Benutzer online (heute max. 34)
 
 FREIZEIT & TOURISMUS

Preisgünstiges Hotel im Priwall-Krankenhaus:

Erste Stimmen nach gestrigem Bericht über die Pläne für das ehemalige Priwall-Krankenhaus positiv

Travemünde 02.03.2008 | »Das ist auch unbedingt notwendig, dass hier auf dem Priwall preiswerte Urlaub gemacht werden kann«, sagt Ulrich Klempin vom Verein der Wochenendhausbesitzer, immerhin größter Verein auf dem Priwall. Gestern hatte die Lübecker Tageszeitung HL-live.de enthüllt, dass vier Investoren für das ehemalige Priwall-Krankenhaus Angebote abgegeben haben. Der Favorit: Die Waterfront AG um Sven Hollesen. Der plant unter anderem ein so genanntes »Low Budget Hotel« für Urlauber, die nicht so viel Geld ausgeben wollen oder können.

Über den Verkauf des Priwall-Krankenhauses wird auf der kommenden Bürgerschaftssitzung entschieden, das wurde gestern bekannt. Kommt jetzt das immer wieder geforderte »Low-Budget-Hotel
Über den Verkauf des Priwall-Krankenhauses wird auf der kommenden Bürgerschaftssitzung entschieden, das wurde gestern bekannt. Kommt jetzt das immer wieder geforderte »Low-Budget-Hotel"? Foto: ARCHIV TA

Viele treue Travemünde-Gäste hätten zuerst als Jugendliche in der ehemaligen Jugendfreizeitstätte Urlaub gemacht, weiß Ulrich Klempin vom Verein der Wochenendhausbesitzer. Später (und finanzkräftiger) sind sie dann immer wieder in den Urlaub nach Travemünde gefahren. Und haben dann auch höherpreisige Quartiere bezogen.

Wünscht sich ein Hotel für Leute, die sich das A-Rosa oder das Columbia nicht leisten können: Richard Schrader (GVT, Ortsrat). Foto: JK
Wünscht sich ein Hotel für Leute, die sich das A-Rosa oder das Columbia nicht leisten können: Richard Schrader (GVT, Ortsrat). Foto: JK

Richard Schrader, 1. Vorsitzender vom Gemeinnützigen Verein zu Travemünde und dem Travemünder Ortsrat, sprach sich für eine Touristische Nutzung des Geländes aus: »Es wäre natürlich von großem Interesse, dass die Vielschichtigkeit des Priwalls gewahrt wird und dass dann dort auch ein Hotel für Leute, die sich das A-Rosa oder das Columbia nicht leisten können, dort errichtet wird. Und wir auf dem Priwall dann breite Bevölkerungsschichten erreichen.« Speziell nach Herrn Hollesen und dem Thema Jugendhotel gefragt, meinte Schrader: »Herr Hollesen hat ein Low-Budget-Hotel in Aussicht gestellt. Ob das nun unbedingt ein Jugendhotel ist, da hat auch die Politik keinen Einfluss drauf. Sondern das ist ja Sache des Investors, der entscheidet, was er da denn baut.

TA-Audio: Hören Sie Richard Schrader (GVT, Ortsrat) zum Thema Priwall-Krankenhaus im Originalton.

Alternative content1

Eigentumswohnungen lehnt Schrader ab: »Wenn man daran arbeiten will, dass unsere Enkelkinder nicht in Heiligenhafen oder in den neuen Bundesländern auf Arbeitssuche gehen, dann sollten wir hier auch Arbeitsplätze schaffen. Und Eigentumswohnungen schaffen keine Arbeitsplätze, sondern Hotels schaffen Arbeitsplätze und Gewerbesteuern in Lübeck. Und das hat meiner Meinung nach Vorrang«, so der Ortsrats-Vorsitzende gegenüber »Travemünde Aktuell«.

 »Für uns ist wichtig, dass da etwas passiert
»Für uns ist wichtig, dass da etwas passiert": Klaus Petersen (CDU). Foto: ARCHIV TA

Wo Millionensummen im Spiel sind, geht natürlich auch schnell die Gerüchteküche. Zum Beispiel, dass Investor Sven Hollesen mit seiner Waterfront AG von der Stadt bevorzugt wird: Die Bedingungen, die er an die Stadt stellt, seien so hochgeschraubt, dass die ohnehin nicht zu erfüllen sind, und sich damit der Kaufpreis automatisch reduziert. Klaus Petersen (CDU) dazu im Gespräch mit »Travemünde Aktuell": »Es gibt zwei Angebote, Bedingungen haben beide gestellt«, stellt Petersen klar. Beide würden vom Kaufpreis etwas abziehen, wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind.

TA-Audio: Hören Sie Klaus Petersen (CDU) zum Thema Priwall-Krankenhaus im Originalton.

Alternative content1

»Die leichteste Bedingung ist, wenn Fledermäuse gefunden werden, dass die dann umgesetzt werden«, nennt Petersen ein Beispiel. Es geht auch darum, dass Balkone und Terrassen gebaut werden dürfen. Die Gebäude stehen ja unter Denkmalschutz. »Das wurde dann vorgebracht im Hauptausschuss, und dann haben wir beschlossen, dass das Rechnungsprüfungsamt beide Angebote prüfen soll bis Dienstag, damit am Dienstag die Bürgerschaft eine Entscheidung treffen kann«, erklärt Klaus Petersen. »Denn für uns ist wichtig, dass vor allen Dingen da etwas passiert.« Sonst würde das Gebäude verfallen und eine neue Ruine werden. Die Stadt muss natürlich auch für Ersatz für die Lagerhallen der Bücherei sorgen. »Wir sehen das ganz objektiv und müssen mal abwarten«, sagt Petersen. »Ich finde das Angebot von Herrn Hollesen ist mehr im touristischen Bereich angesiedelt, er will ja auch ein Jugendhotel errichten«. Das andere Angebot sei ja mehr auf Wohnungen konzipiert. »Wir müssen das mal abwarten und wollen auch mal sehen, was das Rechnungsprüfungsamt berichtet. Und dann werden wir uns natürlich für das finanziell günstigere Angebot entscheiden«, so Petersen. JK


 

 

Artikelaufrufe seit dem 02.03.2008, 07:00 Uhr: 3005
Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 16.05.2012 um 18:36 Uhr.
Zugriffe heute: 1; gestern: 3

 

Merken Drucken Empfehlen Kommentieren

 

 

 

Kreuzfahrtankünfte

Die nächsten Kreuzfahrtankünfte:

26.05.2012: Deutschland
(Ostpreußenkai)

27.05.2012: Silver Cloud
(Ostpreußenkai)

09.06.2012: Deutschland
(Ostpreußenkai)

Weitere Informationen 

Zufallsbild

Lesen Sie zum Bild den Artikel vom 10.05.2008:

Jazz- und Shanty-Weekend: Noch bis 12. Mai

Kalender

  Mai 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
18 123456
1978910111213
2014151617181920
2121222324252627
2228293031
 

  Juni 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
22    123
2345678910
2411121314151617
2518192021222324
26252627282930
 

Grau hinterlegt: Schulferien in Schleswig-Holstein
Travemünde:
Sonnenaufgang 05:06 Uhr, Sonnenuntergang 21:19 Uhr

Video aktuell
Werbung
Veranstaltungen in und um Travemünde

17.05.2012

09.00-18.00 Uhr: Hurricane Bootsvermietung – Motorboot fahren.

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

10.00-11.00 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Viermastbark »Passat«.

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Ostseestation »Was lebt in der Ostsee«.

11.00-17.00 Uhr: Kunstwerkstatt und Erlebnisatelier.

11.00-17.00 Uhr: Seebadmuseum Travemünde.

11.30-12.30 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt

13.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:

13.00 Uhr: Gästebegrüßung.

13.00-16.00 Uhr: Besuch des ältesten Leuchtturms Deutschlands.

13.00-19.00 Uhr: Bäderfahrt nach Boltenhagen

14.00 Uhr: Schiffe in Travemünde / Besuch der Schiffs-Information.

15.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:

15.00 Uhr: Kurzvortrag Alter Leuchtturm.

15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.

17.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:

18.00 Uhr: Klangmeditation.

Ausführliche Informationen