Travemünde 21.03.2008 | Kunstwerke, ein gutes Glas Wein und ein sphärisches Klangbild aus dem Lübecker Tonstudio mit dem vieldeutigen Namen »LSD« sollten die Gäste der Kunstausstellung »4 Tage im März« in einen Kunst-Rausch versetzen. Und viele ließen sich berauschen bei der Vernissage am Karfreitag, so viele, dass Organisator Frank Thomas weitgehendst auf Namen verzichtete und gleich die Organisationen und Branchen nannte:

Thomas begrüßte die Honoratioren der Hansestadt Lübeck, Mandats- und Würdenträger, die Repräsentanten des Diplomatischen Chors, aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Finanzen, Handel, Logistik und Transportwesen, die Gäste der Schifffahrtslinien und des Lübecker Hafens, aus den Bereichen Tourismusmanagement, Marketing und Medien, Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff, die Hoteliers und natürlich die für die Hansestadt Lübeck so wichtigen Stiftungs- und Förderungsinstitutionen. »Ohne zum Beispiel die Hilfe der Possehlstiftung wären einige Dinge, die wir hier vorbereitet haben, nicht möglich gewesen«, sagte Frank Thomas.

Dann erklärte er die Motivation der Initiative: Die Kunstinitiative Travemünde will mit der Eröffnungsausstellung »4 Tage im März« den Kunst- und Kulturverantwortlichen nicht nur der Hansestadt Lübeck verdeutlichen, welches enorme zusätzliche Potenzial sich für Travemünde ergeben würde, könnte sich das Seebad zukünftig verstärkt mit einem hochwertigen, agilen und vor allen Dingen vielfältigen Kunst- und Kulturangebot seinen Gästen auf hohem Niveau präsentieren.

Travemünde will die Initiative nicht nur als einen der größten Ostseehäfen, als Ausgangspunkt für den Transfer von Menschen und Waren zu verstehen. Man will die Verbindungen, die die Schifffahrtslinien aufgebaut haben, nutzen für einen Dialog zwischen Kunstschaffenden aus den Ostseeanrainerstaaten in den baltischen Ländern Polen, Russland und Finnland.

Der Dialog wurde auch gleich in die Tat umgesetzt, mit den ausgestellten Arbeiten der finnischen Künstlerin Helena Rytkönen (wohnhaft in Ratekau) mit einer Papierinstallation und Malerei. Sowie dem aus Finnland angereisten jungen Bildhauer Olli Mantere, der drei Objekten in Travemünde ausstellt. Die Reederei Finnlines hat die drei schwergewichtigen Arbeiten nach Travemünde transportiert.

Auch das finnische Generalkonsulat hat sich für die Ausstellung engagiert. Frank Thomas dankte ganz besonders dem finnischen Honorarkonsul Gunter Ranke, der unter den geladenen Gästen war.

Die weiteren Künstler der Ausstellung: Michaela Berning-Tournier zeigt Aquarelle ironischer Darstellungen von Promenadenflaneuren. Der Travemünder Maler Wolfgang Blockus zeigt unter anderem großformatige Landschaftsbilder. Bernd Hönack aus Travemünde stellt Arbeiten aus verschiedenen thematischen Zyklen aus.

Gerd Labudda aus Hamburg präsentiert Fotoarbeiten von fernöstlicher Ästhetik. Videokunst bringt Annelies Hölscher aus Lübeck mit ihrem Projekt »Marimba« (ein anderes Projekt von Frau Hölscher ist zur Zeit im Lübecker Burgkloster zu sehen) mit. Und die Berliner Künstlerin Gabriele Leidloff schlägt mit ihrer ausgestellten Arbeit eine Brücke zwischen Neurowissenschaft und Kunst.

Für die erste Ausstellung, weitere sollen folgen, haben die Initiatoren bewusst keinen Kunstexperten zu Wort kommen lassen, die Besucher sollen selbst mit den Künstlern sprechen. Dazu tragen alle Namensschilder mit dem Logo der Kunstinitiative. TA

»4 Tage im März«
Kunst-Ausstellung im Kreuzfahrt-Terminal
Ostpreußenkai Travemünde, Vorderreihe
Ostersamstag, 22. März 2008, 10:00 -18:00 Uhr (öffentlich)
Ostersonntag, 23. März 2008, 10:00 -18:00 Uhr (öffentlich)
Ostermontag, 24. März 2008, 10:00 -18:00 Uhr (öffentlich)
TA-Lestipp zum Thema:
Die Kunstwerke sind da! (20.03.2008)
Außergewöhnliches Kunstprojekt (27.01.2008)
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 03.02.2012 um 10:46 Uhr.
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