Travemünde 17.05.2008 | Manfred heißt eigentlich Wolfgang. Aber weil es an Bord des Seenotkreuzers »Bremen« schon einen Wolfgang gibt, bekam Wolfgang Schulz kurzerhand einen neuen Vornamen. So gibt es keine Missverständnisse, wenn es mal turbulent zugeht beim Rettungseinsatz.

Weil die Travemünder »Hans Ingwersen« am 1. Juni in der Werft ist, schickt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die 1993 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack gebaute »Bremen« zum »Tag der offnen Tür« nach Travemünde.

Die »Bremen« ist die drittgrößte Klasse in der Flotte der Seenotkreuzer. Sie gehört zur 27-Meter-Klasse, die größten Schiffe der Seenotretter sind 46 Meter lang. Die »Bremen« ist seit ihrer Indienststellung am 22. Januar 1993 im Grömitzer Yachthafen stationiert. Benannt ist sie nach der Hansestadt an der Weser, dem Sitz der Zentrale der DGzRS. Sie besteht aus seewasserbeständigem Leichtmetall ist für den Einsatz bei jedem Wetter im Küstengebiet und auf hoher See bestimmt.

Zum »Tag der offenen Tür« am 1. Juni lädt die »Bremen« von 10 bis 16 Uhr zum »Open Ship« am Travemünder Ostpreußenkai. Eine Besichtigung lohnt sich, die geräumige Brücke beeindruckt. Nur ein Ruder sucht man vergeblich, das moderne Schiff wird mit einem »Joystick« gesteuert. Wenn es um Menschenleben geht, muss die Ausrüstung bestmöglich und auf dem neusten Stand der Technik sein. Das kostet Geld, die DGzRS hat viele Unterstützter. Am »Tag der offenen Tür« wird an Bord der Bremen ein Scheck über 200.000 Euro übergeben. HN



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