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 SCHULE & AUSBILDUNG

Trave(münde) ohne Trave-Gymnasium? Unvorstellbar!

Travemünde 22.05.2008 | Im Zuge der Bemühungen um den Erhalt des Trave-Gymnasiums in Kücknitz wurden auch ehemalige Schüler um Unterstützung gebeten. Jetzt äußerten sich Gisa und Hedda Deilmann, Abiturientinnen des Jahrgangs 1987 am Trave-Gymnasium und inzwischen Mütter von zwei beziehungsweise vier Kindern zwischen 5 und 18 Jahren.

 »Trave(münde) ohne Trave-Gymnasium? Unvorstellbar!« : Gisa und Hedda Deilmann. Foto: HL-live.de
»Trave(münde) ohne Trave-Gymnasium? Unvorstellbar!« : Gisa und Hedda Deilmann. Foto: HL-live.de
Soll Gymnasium bleiben: Der Kücknitzer »Käsebunker«. Foto: ARCHIV TA
Soll Gymnasium bleiben: Der Kücknitzer »Käsebunker«. Foto: ARCHIV TA

Die beiden Geschäftsführenden Gesellschafterinnen der Peter Deilmann Reederei sprechen sich vehement für einen Erhalt des Gymnasiums aus. Ihr offener Brief:

Trave(münde) ohne Trave-Gymnasium? Unvorstellbar!

Neun Jahre – von 1978 bis 1987 – waren wir Schülerinnen des Trave-Gymnasiums. Neun Jahre sind wir morgens zum LVG-Bus gerannt und sind zusammen mit anderen Pennälern

aus Travemünde nach Kücknitz gefahren oder haben uns im Sommer per Fahrrad Wettrennen auf den rund acht Kilometern zum »Käsebunker«, wie wir liebevoll-spöttisch unsere Schule nannten, geliefert. Zugegeben, nicht immer waren wir pünktlich. Aber unsere Schule, unser Gymnasium, war doch leicht und in kurzer Zeit zu erreichen. Wir Travemünder Schüler fühlten uns mit unserem Trave-Gymnasium verbunden, auch wenn wir es nicht immer liebten. Welcher Schüler tut das schon? Aber es war uns selbstverständlich, dass unser Gymnasium im nahen Kücknitz war – auch am Nachmittag konnte man sich dort für Arbeitsgemeinschaften ohne Umstände treffen und musste nicht in das mindestens doppelt so weit entfernte Lübeck fahren.

Der »Käsebunker« war aus dem Schulalltag der Travemünder nicht wegzudenken. Und das sollte auch für gegenwärtige und zukünftige Schülergenerationen so bleiben.

Wir sind uns darüber einig: Begabung muss gefördert werden. Das hat bisher die Schulform Gymnasium hervorragend geleistet. Deshalb lässt die umfassende Schulreform in Schleswig-Holstein diese Schulform auch als einzige unter den weiterführenden Schulen unangetastet. Und deshalb muss es auch weiterhin flächendeckend Gymnasien geben.

Nur so entsteht Chancengleichheit.

Kein Gymnasium in Kücknitz – das wäre für Travemünder Schüler ein Rückfall in die Zeit vor 35 Jahren. Damals wurde das Gymnasium in Kücknitz gegründet – ein Fortschritt und eine Erleichterung vor allem für Gymnasiasten aus Travemünde!

Travemünder Kinder dürfen nun nicht im Zuge der Schulreform, die Gemeinschaftsschulen favorisiert, mit langen Schulwegen bestraft werden, wenn ihre Eltern die bewährte Schulform Gymnasium für sie auswählen.

Und so sagen wir: »Das Trave-Gymnasium bleibt« für Kücknitz, für Travemünde, für unsere Kinder, für unsere Zukunft.

Gisa Deilmann, Hedda Deilmann, Februar 2008


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 16.05.2012 um 17:08 Uhr.
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