Travemünde 06.07.2008 | Im Innenhof der Alten Vogtei werden Sekt und O-Saft gereicht, dann gehen die geladenen Gäste in den Ausstellungsraum. Anja Es erzählt, dass es viele Menschen gäbe, die eine Ehrung verdient hätten. Heute geht es um den »Nord Award«, der in Form eines Portraits verliehen wird. Anja Es hat sich für Lisa Dräger entschieden. Beim Namen der Lübecker Mäzenin, die in der ersten Reihe sitzt, brandet der erste Applaus auf.

Anja Es zählt auf, was es ohne Lisa Dräger in Lübeck alles nicht gäbe. Dann stellt sie den Maler Kurt Schulzke vor, der das Portrait von Lisa Dräger nach Fotos gemalt hat. Als nächstes wird er Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust portraitieren, erzählt Anja Es noch.

Kurt Schulzke erzählt von einer Email, die er gestern von von Beust erhalten habe. Der wäre gern nach Travemünde gekommen, lässt aber Glückwünsche ausrichten.

Dann wird Lisa Dräger auf die Bühne gebeten, sie setzt sich auf einen bereitgestellten Stuhl neben der Staffelei, das Bild wird enthüllt. Applaus und Blitzlichtgewitter. Sehr schön sei das Bild gelungen, sagt Lisa Dräger nach einem Moment.

Im Obergeschoss der Alten Vogtei, den eigentlichen Galerieräumen, kann man weitere Gemälde sehen. Ein paar der Köpfe, die Schulzke Pop-Art-Mäßig gemalt hat, erkennt man gleich, den verstorbenen Schauspieler Klaus Kinsky etwa.

Bei den surrealen Bildern der Travemünder Malerin Ilse Korzitzky muss man etwas länger gucken. Die Presse freut sich über das Bild von Schreibutensilien, es steht für Lübecks Stadtschreiber, ist eben auch ein altehrwürdiges Handwerk. Großformatig daneben die Lübecker Palmarum-Nacht.
Ein paar Besucher bitten die Malerin, das Bild zu erklären. Das Holstentor erkennt jeder wieder, das ist damals ja kaum beschädigt worden. Ilse Korzitzky erzählt, dass sie Zeitzeugen befragt hat für das Bild. Die hätten gesagt, dass damals die Luft brannte. Das hat sie in ihrem Bild nachempfunden. Eines der wenigen Gemälde aus dem 40teiligen Lübeck-Zyklus, das noch zu haben ist. TA



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