Travemünde 09.08.2008 | Die Orgelbauer sind so auf das Werk konzentriert, dass man das Gefühl hat, die bauen die Orgel für sich und für niemanden anderes: Eine ganz besondere Sache ist das, wenn heutzutage noch eine nagelneue Kirchenorgel gebaut wird. Man spürt, dass die Orgelbauer mit ihrem Werk sehr verbunden sind.

Mehr als zwei Wochen brauchen sie für den Aufbau der Orgel, die in der Dresdner Orgelwerkstatt Wegschneider aus edlen Hölzern gefertigt wurde. Dann muss noch einmal die gleiche Zeit aufgewendet werden, um Orgel und Kirche musikalisch aufeinander abzustimmen.

Eine gewisse Spannung liegt über dem Ganzen, die sich halten wird, bis zur feierlichen Einweihung mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 14. September 2008 um 14.00 Uhr. (Hinweis: Im Gemeindebrief der St. Lorenz Kirche ist der 10. August als Termin angegeben, der musste aber auf den 14. September verschoben werden).

Schritt für Schritt entsteht nun das Instrument, ein mechanisches Kunstwerk. Bisher hatte die Versöhnungskirche nur eine elektronische Orgel. Mechanische Orgeln sind weit weniger störanfällig, und wenn, dann lassen sich Ersatzteile auch in 200 Jahren noch problemlos anfertigen. Nun verströmen die Bauteile der neuen Orgel den Duft edeln Holzes, während das Instrument mit der Kirche verwächst und für immer dort bleiben wird.

Ein seltener werdendes Ereignis ist so ein Orgelneubau, meist passiert das nur noch, wenn qualitativ weniger hochwertige Instrumente aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ersetzt werden. Ansonsten wird viel restauriert.

150.000 Euro hat die »Stiftung Versöhnungskirche im Pommernzentrum« für die neue Orgel vorgesehen. Seit gut drei Jahren ist das Projekt in Arbeit, das im September seinen krönenden Abschluss finden wird. TA/KEV




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