Dienstag, 7. Februar 2012 | 22 Benutzer online (heute max. 42)
 
 KIRCHE

Travemünder Orgelbau: Die ersten Zinnpfeifen sind da!

Nach drei Jahren Planung und vielen Wochen Aufbauzeit wird die neue Orgel in der Versöhnungskirche am 14. September eingeweiht

Travemünde 02.09.2008 | Wie ein gigantisches Mikado sahen die Hölzer aus, die da in der Versöhnungskirche ausgebreitet lagen. In wochenlanger Arbeit setzten vier Dresdner Orgelbauer die edlen Hölzer dann zu einer nagelneuen Orgel zusammen. Jetzt wurden die ersten Zinnpfeifen eingebaut.

Michael Wetzel stimmt die Orgel. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Michael Wetzel stimmt die Orgel. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Die Versöhnungskirche im Pommernzentrum war schon von vornherein auf so eine Pfeifenorgel ausgelegt, hatte bisher aber nur ein elektronisches Instrument. Immerhin 150.000 Euro kostet die richtige Kirchenorgel, die mit ihren rund zwei Tonnen Gewicht noch ein kleineres Instrument ist. Am 14. September wird sie eingeweiht.

Travemünde Aktuell: Travemünder Orgelbau: Die ersten Zinnpfeifen sind da!

Die jungen Mitarbeiter der Dresdner Orgelwerkstatt Wegscheider üben ein uraltes Handwerk aus: Ganz von Hand werden die Orgeln gebaut, alles ist mechanisch, keine Elektronik. Wie vor dreihundert Jahren. So eine Orgel ist etwas für die Ewigkeit, die alten Instrumente spielen auch heute noch einwandfrei, oft ohne größere Reparaturen.

Travemünde Aktuell: Travemünder Orgelbau: Die ersten Zinnpfeifen sind da!

TA-Audio: Hören Sie Orgelbauer Matthias Weisbach im Originalton.

Alternative content1

Friedemann Schwarzenberg arbeitet an den Verbindungen zwischen Tasten und Orgelpfeifen. Alles ist mechanisch, kann so auch nach Jahrhunderten noch problemlos repariert werden. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Friedemann Schwarzenberg arbeitet an den Verbindungen zwischen Tasten und Orgelpfeifen. Alles ist mechanisch, kann so auch nach Jahrhunderten noch problemlos repariert werden. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Das Gehäuse ist aus luftgetrockneter Fichte, nichts ist geschliffen, sondern alles von Hand geputzt. Mechanik und Windladen sind aus dauerhafter Eiche. Bei der Klaviatur bestimmt die Ästhetik die Auswahl der Hölzer: Buchsbaum, Ebenholz und Nussbaum. 50 Tasten hat die Klaviatur, manche bringen fünf, andere gleich sieben Pfeifen zum Klingen. Ein Gewirr von mechanischen Verbindungen im Inneren der Orgel, Leisten aus Holz und Messingdrähte, sorgen dafür.

Konzentriert bei der Arbeit: Orgelbauer Christian Mrzik. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Konzentriert bei der Arbeit: Orgelbauer Christian Mrzik. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Die Orgelbauer sehen ihren Beruf zunächst einmal als Handwerk, sie kommen aus den unterschiedlichsten Branchen: Musiker, die schon mal Orgel gespielt haben und nun Orgeln bauen wollen. Tischler mit Verbindung zur Musik. Feinmechaniker und Organisten.

Kristian Wegscheider lötet die Deckel auf die Pfeifen. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Kristian Wegscheider lötet die Deckel auf die Pfeifen. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Die Travemünder Orgel wurde in Dresden gefertigt und komplett zusammengesetzt. Dann wieder demontiert für den Transport. In der Versöhnungskirche dauert der Aufbau wieder zwei Wochen, die gleiche Zeit dann noch mal, um Orgel und Kirche musikalisch aufeinander abzustimmen. Die hölzernen Pfeifen mit den weichen Holztönen und die prächtigen Zinnpfeifen, die vor allem den vorderen Teil, den »Prospekt« der 5,50 Meter hohen Orgel zieren.

Travemünde Aktuell: Travemünder Orgelbau: Die ersten Zinnpfeifen sind da!

TA-Audio: Das tiefe D...

Alternative content1

Der erste Ton, den sie von sich gab, war das tiefe D. Am 14. September ist nun der große Moment, in dem sich die Orgel bewähren muss. Geht die Planung auf? Klingen die Stücke so, wie man sich das gewünscht hat? Es wird ein großer Moment, für die Orgelbauer, für die Organisten und für die Kirchengemeinde. HN

Travemünde Aktuell: Travemünder Orgelbau: Die ersten Zinnpfeifen sind da!
 Die Dresdner Orgelbauer vor der Versöhnungskirche: Matthias Weisbach, Anton Walsch, Christian Mrzik und Friedemann Schwarzenberg. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Die Dresdner Orgelbauer vor der Versöhnungskirche: Matthias Weisbach, Anton Walsch, Christian Mrzik und Friedemann Schwarzenberg. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Festgottesdienst

Zur Einweihung der neuen Kirchenhorgel

Versöhnungskirche im Pommernzentrum

Europaweg 3

Sonntag, 14. September 2007

14.00 Uhr


 

 

Artikelaufrufe seit dem 02.09.2008, 19:00 Uhr: 2290
Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 07.02.2012 um 14:38 Uhr.
Zugriffe heute: 3; gestern: 0

 

Merken Drucken Empfehlen Kommentieren

 

 

 

Zufallsbild

Lesen Sie zum Bild den Artikel vom 08.10.2011:

Sonnenstudio ausgebrannt

TOP 5 Artikel

... des Vortages nach Zugriffen:

06.02.2012 (363)

Minus 14 Grad Frost an der Küste

05.02.2012 (332)

Winterliche Impressionen vom Brodtener Steilufer

06.02.2012 (186)

FUL macht Grünstrand zum Schwerpunkt

06.02.2012 (183)

»Ball sucht Schule«:

05.02.2012 (136)

Timmendorfer Strand:

Kalender

  Februar 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
5  12345
66789101112
713141516171819
820212223242526
9272829
 

  März 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
9   1234
10567891011
1112131415161718
1219202122232425
13262728293031
 

Grau hinterlegt: Schulferien in Schleswig-Holstein
Travemünde:
Sonnenaufgang 07:50 Uhr, Sonnenuntergang 17:10 Uhr

Video aktuell
Werbung
Veranstaltungen in und um Travemünde

07.02.2012

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.

15.30 Uhr: Ostpreußen - Spuren, die der Schnee bedeckt.

08.02.2012

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.

17.00 Uhr: Gottesdienst.

17.00 Uhr: After Work Atelier.

19.00 Uhr: Öffentliche Ortsrats-Sitzung,

09.02.2012

08.00-13.00 Uhr: Wochenmarkt.

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Ostseestation »Was lebt in der Ostsee«.

15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.

17.00 Uhr: Kinder-Klangmeditation

20.00 Uhr: Ladies Night.

10.02.2012

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Ostseestation »Was lebt in der Ostsee«.

15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.

15.318.00 Uhr: Schweizer Hüttenzauber.

Ausführliche Informationen