Lübeck/Travemünde 07.10.2008 | »Alle Eltern regen sich auf, aber dabei bleibt es auch«, sagt Corinna Pilzen aus Kücknitz. Die Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, die in Travemünde arbeitet, hat genug vom Unterrichtsausfall, sorgt sich um die Zukunft ihrer Kinder. Ein Thema, das alle betrifft.

In der 8. Klasse seien die Fächer Bio, Physik und Chemie nur jeweils ein halbes Jahr unterrichtet worden, erzählt Corinna Pilzen. »Der Stoff, der sonst auf ein ganzes Jahr verteilt wird, den müssen die jetzt im halben Jahr schaffen, in ihrer Freizeit.«
TA-Audio: Hören Sie Corinna Pilzen im Originalton.
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Es sei doch nicht ihre Aufgabe als Mutter, den Kindern den fehlenden Unterrichtsstoff am freien Nachmittag zu vermitteln. Den Kindern stehe doch auch Freizeit zu. Stattdessen laste ein enormer Druck auf den Kindern. Und auf den Eltern finanzielle Belastungen, zwischen 80 und 160 Euro monatlich würden viele allein für Nachhilfe-Unterricht bezahlen, berichtet Corinna Pilzen. Kinder, die diese finanziellen Mittel für Nachhilfe nicht hätten, würden auf der Strecke bleiben.

Sie richtet sich ausdrücklich nicht gegen die Schule, sondern an die Politik, die für die Bedingungen an den Schulen verantwortlich ist. Alle Eltern, die sich daran störten, sollen jetzt aufstehen und sagen, sie machen nicht mehr mit, fordert die engagierte Mutter. Sie hat sich den Frust von der Seele geschrieben (siehe Kasten unten), will mit dem Thema jetzt an die Öffentlichkeit treten. Andere Eltern hätten schon zugesagt, dass sie mitmachen. TA
Ist unsere Schule, ... unsere Kinder ein Experiment und ein Sparpaket für die Politiker????????
Ich bin Mutter von vier Kindern (2 fast Erwachsenen und 2 Schülern) 5. und 8. Klasse. Doch was ich heute in der Schule erlebe ist unglaublich. Die Grundschule war schon ein Graus für meine Jungs. Nur Lehrerinnen mit Hang zum Kuscheln und Stricken. Kein Interesse für aufgeweckte, robuste Jungs – unsere Kinder haben sich verändert. Wo sind die Lehrer?
Dann der Wechsel auf eine weiterführende Schule. Schock. Zu wenig Englischkenntnisse aus der Grundschule und knallharter Unterricht. Alte Freunde ADE, neue Klasse fremd. Und das nicht genug. Nun greifen die Politiker ein mit neuen Veränderungen der Schulpolitik und mit Sparmaßnahmen.
Meine Kinder sind beide Legastheniker (anerkannt). Doch Förderung in der Schule = 0. Private Kosten 80 – 160 Euro im Monat pro Kind. Wer kann sich das leisten? Weiter geht’s mit Stundenkürzungen. In der 5. Klasse dachte ich noch eine Ausnahme. Ok. Aber jetzt in der 8. Klasse: Bio, Erdkunde und Physik werden nur noch ein halbes Jahr unterrichtet. Wenn mein Sohn 2 Fünfer darin schafft kann er im 2. Halbjahr die Füße hochlegen, – nicht versetzt. Vor den Sommerferien werden die Wahlfächer für das kommende Schuljahr bekannt gegeben. Auch mit der Bemerkung, dass Französisch nicht versetzungsd{3}relevant sei. Dann im laufenden Schuljahr wird entschieden, auch Französisch machen wir versetzungs-relevant! Super!!!
Kinder die von Haus aus keine Hilfe haben, weil beide arbeiten müssen, Pech. Ich höre auf zu arbeiten, um mit den Kindern zu büffeln und zu unterstützten, um das aufzufangen, was die Schule nicht mehr abdecken kann. Dann zahle ich noch mit für wichtige Anschaffungen, die die Schule braucht, aber aus Kostengründen nicht anschaffen kann. Aber ist Schule nicht die Pflicht und Aufgabe von Vater Staat?
Ach ja, ist ja nicht schlimm, es geht ja nur um unsere Kinder, unsere Zukunft! Hauptsache genug Geld ist da für andere unwichtige Dinge, die immer wieder in den Zeitungen zu lesen sind. Unsere Kinder sind nicht schlechter als die in anderen Ländern, unseren Kindern fehlt vernünftige Förderung + Schulen.
Ob viele Kinder kein warmes Mittag essen können oder auf schlechten Stühlen sitzen, kein vernünftiges Arbeitsmaterial haben, etliche Unterrichtsstunden ausfallen. Wen kümmert das... Denn wenn die Eltern nicht wären, wären wir schon längst am Ende. Dabei will ich doch nur Mutter sein – meine Kinder zu guten Erwachsenen erziehen und die freie Zeit genießen, wo wie es Kindern von 7 – 15 Jahren wohl noch zusteht. Wir können nicht länger ruhig bleiben...
Corinna Pilzen
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 16.05.2012 um 10:20 Uhr.
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10.00-11.00 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt
10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Viermastbark »Passat«.
10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Ostseestation »Was lebt in der Ostsee«.
11.00-17.00 Uhr: Kunstwerkstatt und Erlebnisatelier.
11.00-17.00 Uhr: Seebadmuseum Travemünde.
11.30-12.30 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt
13.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:
13.00 Uhr: Gästebegrüßung.
13.00-16.00 Uhr: Besuch des ältesten Leuchtturms Deutschlands.
13.00-19.00 Uhr: Bäderfahrt nach Boltenhagen
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15.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:
15.00 Uhr: Kurzvortrag Alter Leuchtturm.
15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.
17.00 Uhr: 2. Travemünder Musikfestival:
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