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 VERKEHR

Priwall-Fährtarife

Infos, Meinungen, Diskussion in Halle II am Priwallhafen

Travemünde 10.12.2008 | Ein gut Teil der interessierten Besucher bekam schon lange vor Beginn der Veranstaltung in der Halle II keinen Sitzplatz mehr. So groß war der Andrang, zu dem die Interessengemeinschaft Priwall-Fährtarife eingeladen hatte. Die Interessengemeinschaft besteht aus der Gemeinschaft der Priwallbewohner, dem ROSENHOF und dem Verein der Priwall-Wochenendhausbesitzer. Herr Lempe von der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V. führte durch die Diskussion und erläuterte an Hand eines Infopapieres (Link siehe unten), welches mit einem Beamer an die Wand geworfen wurde den derzeitigen Stand der Dinge aus der Sicht der Interessengemeinschaft.

Interesiert und voller Spannung verfolgen die Zuhörer den Ausführungen von Herrn Lempe und den Diskutanten.
Interesiert und voller Spannung verfolgen die Zuhörer den Ausführungen von Herrn Lempe und den Diskutanten.

Herr Lempe zitierte aus einem Antworttext des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtverkehr Lübeck GmbH, wonach die Einstellung des Fährbetriebes oder ein Verkauf an Private vom Tisch seien. Die Lasten der Sanierung der Fähren sei gerecht auf mehrere Schultern zu verteilen.

Für viele Besucher gab es nur noch Stehplätze im hinteren Teil der Halle.
Für viele Besucher gab es nur noch Stehplätze im hinteren Teil der Halle.

Weitere Zitate gelten den Dringlichkeitsanträgen in der letzten Bürgerschaftssitzung der SPD, wonach die Erhöhung der Fährtarife noch einmal hinsichtlich der Sozialverträglichkeit zu überprüfen sei und, so ein Dringlichkeitsantrag der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, wonach dem Aufsichtsrat der Stadtverkehr Lübeck GmbH empfohlen wird, den Beschluss über die Tariferhöhung der Priwallfähren vorerst auszusetzen. Die Stadtverkehr Lübeck GmbH wird stattdessen aufgefordert, Alternativen zu den Preiserhöhungen zu entwickeln, die stärkere Begünstigungen für die PriwallbewohnerInnen, insbesondere für BerufspendlerInnen vorsehen. Weiter wird ein Schreiben der Fraktion Bürger für Lübeck zitiert und auf eine Stellungnahme der Stadtverkehr Lübeck GmbH eingegangen, die in der Feststellung gipfelt, dass nach der heutigen betriebswirtschaftlichen Berücksichtigung der anstehenden Investitionen der Fährbetrieb auf Dauer defizitär sei.

Geduldig harren die Menschen aus, auch wenn sie keinen Sitzplatz mehr erhalten konnten. Unter Ihnen auch Auswärtige, die als Berufspendler besonders von der Erhöhung der PKW-Jahreskarte betroffen sind.
Geduldig harren die Menschen aus, auch wenn sie keinen Sitzplatz mehr erhalten konnten. Unter Ihnen auch Auswärtige, die als Berufspendler besonders von der Erhöhung der PKW-Jahreskarte betroffen sind.

Schließlich fordert Lempe als eine der maßgeblichen Positionen der Interessengemeinschaft, falls betriebsbedingt notwendige Erhöhungen unabwendbar sind, diese gerecht und sozialverträglich auf alle Benutzer und Fährtarife zu verteilen. Details können in dem beigefügten Infopapier der Interessengemeinschaft nachgelesen werden. In einer anschließenden Diskussion deutet Lempe an, dass Maßnahmen des Protestes z.B. an Ostern, Pfingsten und während der Travemünder Woche angedacht seien, jedoch ohne hierzu Einzelheiten zu nennen. Schließlich geht Lempe auf die Diskussionsbeiträge ein, wonach u.A. weitere Gespräche gemeinsam mit allen Parteien über Maßnahmen, Konzepte und Strategien sinnvoll seien, insbesondere auch über die Frage der Fördermöglichkeiten der geplanten Investitionen bis hin zur Europäischen Ebene. KEV

v.l.n.r. Herr Hülsebusch, Direktor des Rosenhofes, Herr Lempe, Vorsitzender der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V. und Herr Moll, stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft.
v.l.n.r. Herr Hülsebusch, Direktor des Rosenhofes, Herr Lempe, Vorsitzender der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V. und Herr Moll, stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft.

Alle Fotos Karl Erhard Vögele

Link zum Info-Papier der Interessengemeinschaft Priwall-Fährtarife (Datei im PDF-Format):

www.travemuende-aktuell.de/download ... tarife.pdf


 

 

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Kommentare:

 

Kommentar von frank am 16.12.2008:
Was sagt eigentlich die BI Priwall zum Thema Fährpreiserhöhung? Komisch wie still man sich da verhält...

Kommentar von N. Frei am 16.12.2008:
Ich glaube ja, dass die Stadt Lübeck hier einen Rachefeldzug führt, und zwar als Antwort auf den Widerstand beim Waterfront-Projekt. Folglich werden weder sinnvolle Vorschläge zur Kostenoptimierung des Fährbetriebes, noch Demos oder ein Boykott etwas bewirken. Den Priwallianern soll gezeigt werden, wer der Herr im Hause ist. Lieber Rosenhof, wäre eine FußgängerFähre nicht eine gute Idee und ein Anfang ?

Kommentar von Lothar Köhn am 16.12.2008:
Als ehemaliger Einwohner Lübecks und Travmündes und jetzigem Pötenitzer werde ich im nächsten Jahr auf eine PKW Jahreskarte verzichten. Die geplante nahezu Verdoppelung des Preises für die Jahreskarte grenzt fast an Wucher. Für jene Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern kommt das mit etwas Sarkasmus ausgedrückt nach 20 Jahren einer erneuten Aufrichtung der Mauer nahe. Gut, es gibt ja glücklicherweise auch Dassow, Schönberg und Grevesmühlen, um Geschäfte und Restaurants zu besuchen. Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall sämtliche Geschäftsbeziehungen zu den Stadtwerken Lübeck (Gas, etc.) abbrechen. Schade eigentlich für Travemünde und die Privallbewohner.

Kommentar von Das Nirwana am 17.12.2008:
Tja, da muss ich gleich auch mal nachfragen: Wo bitte ist die BIP? Was nützt es, wenn ich hier einen Baum kaufe und mir mein Zuhause versperrt wird ????????????? Fährpreise Ahoi

 

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