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Travemünde 09.02.2009 | Mit 29:22 verloren die Raubmöwen zwar um drei, vier Tore zu hoch, aber die Travemünderinnen brachten sich in der 2.Bundesliga auf Grund einer indiskutablen ersten Halbzeit beim PSV Recklinghausen selbst um den Sieg.

Die Spielerinnen des TSV Travemünde schienen nicht wirklich in Recklinghausen anwesend zu sein. In der ersten Halbzeit war es unglaublich haarsträubend, was die »Raubmöwen« auf dem Parkett ablieferten. Bis zum 2:2-Zwischenstand (6.Minute) schien die Welt noch in Ordnung. Auch beim 4:3 drei Minuten später waren die Gäste noch auf Tuchfühlung, anschließend jedoch nahm das Unheil seinen Lauf und Recklinghausen zog auf und davon. Nach dem Treffer zum 8:4 versuchte Gästetrainer Andreas Juhra sein Team durch ein Team-Time-Out aus dem Tiefschlaf zu holen und den Run der Gastgeberinnen zu stoppen. Der Versuch schlug fehl.
Sein Team stand in Abwehr und Angriff völlig neben sich und ließ die PSV so auf 11:4 enteilen. Diese sieben Tore Vorsprung hatten bis zum Halbzeitpfiff bestand.
TSV-Trainer Andreas Juhra war sichtlich bedient in der Halbzeitpause. »Ich habe der Mannschaft in der Pause lautstark vermittelt, dass ihre Leistung in der ersten Halbzeit eine absolute Frechheit, es keiner Bundesligamannschaft würdig war und das ich im zweiten Durchgang eine Reaktion erwarte.«
Und der Trainer und die mitgereisten Zuschauer bekamen die Reaktion. Und was für eine: Die ersten neun Minuten des zweiten Durchganges gewannen die Raubmöwen mit 9:1 und gingen somit erstmal mit 16:15 in Führung. Vor allem über die endlich erwachte aggressive Abwehrarbeit und dem schnellen Umschalten von Abwehr in den Angriff kamen die Gäste so in das Spiel zurück. Dies verlief von nun an bis zum 21:20 (48.) ausgeglichen. Dann war das Glück auf Seiten von Recklinghausen zurückgekehrt und neunzig Sekunden später lag das Heimteam mit drei Toren in Führung (23:20 – 50.). Travemünde kam noch einmal kurz heran, sah sich dann aber wieder mit drei Toren im Hintertreffen. Als Recklinghausen auf vier Tore erhöhte, versuchte Travemünde mit doppelter Manndeckung noch einmal in Ballbesitz zu kommen um den Rückstand noch einmal aufzuholen. Leider gelang das nicht und Recklighausen nutzte die Lücken um das Ergebnis unter dem Strich deutlich zu gestalten.
»Wir sollten das positive aus der zweiten Halbzeit im Kopf behalten und vor allem die Lehre, dass es nur so gehen kann. Über alles andere werden wir unter der Woche reden. Und es wird kein entspanntes Geplauder.«, so Trainer Juhra nach dem Spiel.
Am nächsten Wochenende sind die Raubmöwen spielfrei. Eine Woche später beginnt der Endspurt zum Klassenerhalt. Sieben Endspiele bleiben noch Zeit, die Liga zu halten. Wie sagen die Raubmöwen immer so schön: »Wenn nicht jetzt, wann dann?« RM
Quelle: Pressemitteilung Raubmöwen, Foto: Archiv TA
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