Travemünde/Lübeck 27.02.2009 | Am 26. Februar 2009 wurde das Angebot zu einer für Lübeck kostenfreien, internationalen Großveranstaltung, der Weltmeisterschaft im Powerbootrennen P1, dem »German Grand Prix of the Sea« von der Bürgerschaftsversammlung Lübeck abgelehnt. Das Rennen sollte im Seebad Lübeck – Travemünde durchgeführt werden (TA berichtete) und stand damit auf der Liste mit anderen hochqualitativen Austragungsorten wie Malta, Istanbul, Göteborg, Rom und Bahrain.

Veranstalter Siegfried Greve erklärte heute dazu: »Das Votum der Bürgerschaft Lübeck muss man mit einem soliden demokratischem Grundverständnis zur Kenntnis nehmen, anderseits ist die nutzlos vergebene Chance zu einem Aufstieg zu einem international beachteten Seebad im Baltischen Bereich kaum nachzuvollziehen. Die Veranstaltung sollte in diesem Jahr aufgrund einer innovativer Herangehensweise allen Bedenken, insbesondere derer aus dem Umweltbereich, entgegen wirken. Eine CO2 – Freistellung für die Gesamtveranstaltung war bereits beantragt und dadurch wäre hier in Norddeutschland eine Vorzeige-Großveranstaltung entstanden, die unter Einbindung von vielen lokalen Unternehmungen Maßstäbe setzen sollte. Fest steht auch nach dem vorliegenden Gesamtkonzept: Es gibt keine Umweltbelastung, sondern lediglich eine den modernen Umständen angepasste Marketingplattform – sehr zum Vergnügen der angereisten sensationslustigen Zuschauern und allen gebuchten Urlaubern.«
Unbeachtet sei laut Greve auch das eindeutige Votum der Gemeinde Travemünde geblieben (TA berichtete), die mit sämtlichen Beteiligten und politischen Parteien gerne die Veranstaltung zur Verjüngung und Belebung nach Travemünde geholt hätte. »Gewerbetreibende aus der Hotelbranche, den Restaurants, Handwerkern und vielen anderen Branchen haben sich bereits auf die etwa 200 000 Besucher aus dem Norddeutschen Raum gefreut. Bundesweite Übertragungen des viel beachteten Renngeschehens hätten nachhaltig gewirkt und den zukünftigern Urlaubern den Weg ins Seebad Travemünde gewiesen«, meint Unternehmer Siegfried Greve. »Aus vorgenannten Gründen hat aus unserer Sicht die Region mit dieser Entscheidung verloren, direkt betroffen ist die Gemeinde Travemünde, weil die Neuauflage einer solch einzigartigen Chance kaum zu erwarten ist.« TA/SR
Quelle: Pressemitteilung Searex Germany GmbH/TA, Foto: Archiv TA
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Kommentar von Nirwana am 27.02.2009:
Das finde ich (...) (sorry). Wir finden das blöd, dass die P1 hier nicht mehr stattfinden. Warum eigentlich nicht???? Ach ja, die Natur, die Alten, contra Lärm. Wenn ihr Lübeck tot machen wollt die Stadt hört nicht zu. Nee nee, das kann man nicht mehr mit ansehn, was hier geschieht, merkt ihr noch was, dass Ihr, die dauernd gegen alles seid, bald pleite seid, mann, mann, Herr Greve mit seiner Crew kann unser Vorzeigeobjekt sein, ich schäm mich international ein bisschen für Travemünde. Keine Sandworld, keine Jana Kürbis (kann verstehen, warum sie gegangen ist), bin sehr traurig.
Kommentar von Peter Schütt am 28.02.2009:
Moin... Danke an die Bürgerschaft in Lübeck, was interessiert euch das »Geschwätz« der Travemünder. Was circa 200.000 Besucher, denen ohne horrende Eintrittspreise was geboten wird. Oder wie ich gelesen habe 100.000 Euro Hotellerie-Umsatz. Erst recht nicht circa 7,2 Millionen Euro, die diese dann in Travemünde ausgeben. Wie wäre es denn ersatzweise mit Kamelrennen am Strand, wie schon mal ein Vorschlag der Bunten lautete, ich denke Kamele sind schnell jede Menge in Lübeck gefunden. Danke Genossen, bei der nächsten Wahl werde ich an Euch denken. Ja und der Dornröschenschlaf in Travemünde geht weiter. Gute Nacht. Ich bin sauer... ein Travemünder Bürger
Kommentar von Micha B. am 06.03.2009:
Sollte Herr Greve dies lesen: Bringen Sie die Powerboat-WM nach Sassnitz und Binz auf Rügen!! Hier erwacht man langsam aus dem Dornröschenschlaf!!
Kommentar von Norbert Borszcz am 27.02.2010:
Ich gratuliere hiermit der voellig kontraproduktiven Luebecker Buergerschaft zu einer weiteren Fehlentscheidung, die es mit ihrem Dasein schafft, den Senat aus »Schilda« in den Schatten zu stellen. Schildbuerger zieht Euch warm an, die Luebeck–Travemuender kommen. Es waere doch zu wuenschen, das noch mehr Mitbuerger sich fuer eine »Rot-Gruene« politische Macht stark machen, um sicherzustellen, dass Travemuende auch in Zukunft das Dasein eines auf der Strecke bleibenden Fischerdorfes verkoerpert. Buergerschaft, Hut ab vor so viel klarem Verstand und grossen Dank dafuer, dass die Chancen fuer Bahrain in hinblick auf die WM gestiegen sind. Die hiesigen Verantwortlichen werdens zu schaetzen wissen. Mit freundlichen Gruessen, NB, »Exil Travemuender« aus Saudi Arabien. Jeddah, 27.02.2010
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