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 BLAULICHT

Mit einer organisierten Fährtarifdemo machten die Priwallaner ihrem Unmut weiter Luft

Keine Vorfälle, gegen Ende baute sich ein Stau auf der Mecklenburger Landstraße Richtung Osten auf

Travemünde 01.05.2009 | Gegen 11 Uhr trafen sich rund 300 Bürgerinnen und Bürger zu einer Demonstration gegen die Fährpreiserhöhungen. Entgegen der spontanen Aktion an Ostern war diese Demo angemeldet. Die Organisatoren hatten alles aufgeboten, um einen ordnungsgemäßen Ablauf zu gewährleisten.

Kurz nach 11 Uhr bewegte sich der Demonstrationszug auf der Mecklenburger Landstraße Richtung Osten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Kurz nach 11 Uhr bewegte sich der Demonstrationszug auf der Mecklenburger Landstraße Richtung Osten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Die Polizeipräsenz war deutlich, aber angemessen. Soweit möglich halfen die Polizistinnen und Polizisten ortsunkundigen Fremden beim Finden kleiner Umwege, um die Demonstration zu umfahren. Doch dies war nur am Anfang möglich.

Ein Polizeiwagen setzte sich an die Spitze der Demonstration. Gleich dahinter die Priwallaner mit vielen Transparenten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Ein Polizeiwagen setzte sich an die Spitze der Demonstration. Gleich dahinter die Priwallaner mit vielen Transparenten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Später zog sich der Demonstrationszug auf der Mecklenburger Landstraße in die Länge. Von einem ursprünglich geplanten zweiten Demonstrationszug Richtung Baggersand wurde abgesehen. Gegen 13 Uhr war das Spektakel zu Ende.

Als einer der Initiatoren führte der Vorsitzende der Gemeinschaft der Priwallbewohner, Michael Lempe (2.v.l.), den Zug an. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Als einer der Initiatoren führte der Vorsitzende der Gemeinschaft der Priwallbewohner, Michael Lempe (2.v.l.), den Zug an. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Die Initiatoren des Protestes, die Interessengemeinschaft Priwall-Fährtarife, bestehend aus der Gemeinschaft der Priwallbewohner e.V., dem ROSENHOF und dem Verein der Priwall-Wochenendhausbesitzer e.V. zeigten sich über den Verlauf zufrieden, jedoch betonte der Vorsitzende des Vereins der Wochenendhausbesitzer, Ulrich Klempin, dass sie sich eine größere Beteiligung erhofft hätten. Wie es nun weiter ginge, hinge davon ab, so Klempin, ob nun Gespräche stattfinden würden, um die man wiederholt gebeten habe. Aber bislang sei nicht einmal auf ihre Anfragen nach Verhandlungen reagiert worden. Aktionen zu Pfingsten und auch während der Travemünder Woche seien denkbar.

Travemünde Aktuell: Mit einer organisierten Fährtarifdemo machten die Priwallaner ihrem Unmut weiter Luft

Fährchef Gerald Pätzel war zwar einerseits über den Verlauf zufrieden, doch andererseits bedeutete diese Demo zusätzlich Dienst und Belastungen für seine Mitarbeiter, die teilweise auf ihren dienstfreien Tag verzichten mussten. Insbesondere sei eine beachtliche Zahl seiner Fahrgäste, die aus beruflichen Gründen die Fähre benutzen müssen, betroffen gewesen. Und diese Menschen würden ja für die Situation gar nichts können und seien durch Umwege oder Wartezeiten in Bedrängnis geraten.

Klingeltöne kamen dieses Mal nicht vom Handy sondern von den zahlreichen Fahrrädern der Demonstranten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Klingeltöne kamen dieses Mal nicht vom Handy sondern von den zahlreichen Fahrrädern der Demonstranten. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Bei zeitweise geringerem Verkehr fuhr nur eine Fähre, die den starken Fahrradausflugsverkehr gut bewältigen konnte. Gegen 14 Uhr hatte sich die Lage wieder normalisiert. KEV

Gegen Ende der Demonstration baute sich ein Stau auf der Mecklenburger Landstraße Richtung Osten auf. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Gegen Ende der Demonstration baute sich ein Stau auf der Mecklenburger Landstraße Richtung Osten auf. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Demonstrativ zeigten die Mitarbeiter des Fährbetriebes, die sich einsatznah in Bereitschaft hielten, Gelassenheit. Am Ende des ruhigen Verlaufes der Demo war dann klar, dass ihre Dienste nicht gebraucht würden. Fährchef Gerald Pätzel genehmigte sich – Ende gut, alles gut – schließlich ein kleines Stückchen vom Grill. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Demonstrativ zeigten die Mitarbeiter des Fährbetriebes, die sich einsatznah in Bereitschaft hielten, Gelassenheit. Am Ende des ruhigen Verlaufes der Demo war dann klar, dass ihre Dienste nicht gebraucht würden. Fährchef Gerald Pätzel genehmigte sich – Ende gut, alles gut – schließlich ein kleines Stückchen vom Grill. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Die Sicherungsfahrzeuge der Polizei verlassen nach dem Ende der Demo den Priwall. Ebenso das Fahrzeug für die Verkehrsaufsicht der Stadtwerke Lübeck. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Die Sicherungsfahrzeuge der Polizei verlassen nach dem Ende der Demo den Priwall. Ebenso das Fahrzeug für die Verkehrsaufsicht der Stadtwerke Lübeck. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Mit einer organisierten Fährtarifdemo machten die Priwallaner ihrem Unmut weiter Luft

TA-Audio: Die Demo ist beendet. Und nun?

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Kommentar von H.- H Weischede am 02.05.2009:
Ich verstehe Herrn Pätzel leider nicht ich hätte beide Fähren auf der Travemünder Seite liegen lassen und das wärs. Erstens hätte er kein Personal zusätzlich zu ordern und dann der Treibstoff wäre auch gespart und dann sollten die Priwaller und die dazu gehören mal sehen wer hier den längeren Arm hat. Wo kommen wir hinn, wenn die SL erpressbar ist???

Kommentar von Wolfgang Hovestädt am 02.05.2009:
Zunächst einmal gebührt der Polizei ein großer Dank für die umsichtige Begleitung während unserer Demonstration. Zu der Bemerkung des Fähr-Chefs: Genau das, Herr Pätzel, wollten wir erreichen, vor allem, die Gesprächsbereitschaft Ihres Chefs, aber auch die des Bürgermeisters, Herr Saxe, erzwingen, wenn Sie mir dieses offene Wort gestatten. Dass dabei unbeteiligte Touristen und andere Personen Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, liegt in der Natur der Sache einer berechtigten Demonstration. Insgesamt ist die Demo aus meiner Sicht ein Erfolg gewesen. Nur traurig, dass der Vorstand der Priwall-Wochenendhausbesitzer den Ton insofern anführte, dass die Gemeinschaft der Priwallbewohner, um die es doch tatsächlich geht, etwas ins Hintertreffen geriet, da ihr Vorstand, Herr Lempe, sich frühzeitig zurückziehen musste. Natürlich ist es jedem zugestanden, sich um das Geld für die Beschaffung seiner Brötchen zu kümmern, doch dann sollte er den Mut haben, dieses als eigenes Zeitproblem zu erkennen und auch eingestehen. Ich für meinen Teil werde dafür eintreten, dass die nächste Demonstration - sollten sich die Politik oder der Chef der Stadtwerke nicht bewegen - schon am 21. Mai (Himmelfahrt/Vatertag) stattfindet, und nicht erst zu Pfingsten. Wir sollten das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. Das hofft und wünscht Wolfgang Hovestädt Priwall - Wiekstr.

Kommentar von U.Kuhlmann am 02.05.2009:
Der Kommentar von Herrn Weischede ist ja wohl voll daneben. Ich gehe davon aus, dass Herr W. nicht Travemünder /Priwaller ist, um so zu reagieren. Er könnte ja die Mehrkosten der Priwaller aus seiner eigenen Geldbörse zahlen. Wie sollen denn z.B. die Altenheimbewohner den »Wahnsinnsbetrag« aufbringen- oder dürfen sie nicht mehr nach Tr`münde rein??

 

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