Travemünde 03.05.2009 | Bereits Tage zuvor sind die Präsidiumsmitglieder angereist. Pressekonferenz, Empfang im Audienzsaal des Rathauses, Gesamtvorstandssitzungen sowie ein Ummarsch mit den prächtigen Traditionsfahnen führen zum Ökumenischen Gottesdienst in die Marienkirche.

In ihrer Hauptpredigt geht die Bischöfin Maria Jepsen auf die Verantwortung im Umgang mit den Waffen ein. Die Ereignisse von Winnenden haben sich wie eine Last auf die Schützen gelegt. In der Lübecker Erklärung zum Waffenrecht sind die Schützen allen Fragen gegenüber offen, die der Sicherheit dienen.

Der Samstag begann in Travemünde im Großen Saal des Maritim mit dem Einmarsch der Fahnenträger die Feierstunde mit anschließender Delegiertenversammlung zum 56. Deutschen Schützentag. Gerhard Quast, Präsident des Norddeutschen Schützenbundes von 1860 e.V. begrüßte die Delegationen, die aus allen Bundesländern angereist waren an der sonnigen Ostseeküste.

Der Deutsche Schützentag fände, so Gerhard Quast, bereits zum dritten Male in Schleswig-Holstein statt. Dieses Mal könne man mit Kaiserwetter aufwarten, nachdem in Sylt und Kiel Regen und Sturm den Schützen arg zusetzten. Der Bürgermeister des Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe, hatte denn auch leichtes Spiel, die Gäste in Travemünde herzlich zu begrüßen und ohne Zögern sogar die politische Verantwortung für den Sonnenschein zu übernehmen.

Zum Partnerprogramm gehörten eine Rapsblütenfahrt, die Besichtigung des Schlosses Eutin und die Besichtigung des Seenotkreuzers JOHN T. ESSBERGER und das Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN, die beide an der Überseebrücke in Travemünde festmachten.

Während das äußere Erscheinungsbild von Fahnenaufmarsch zur Feierstunde im Maritim und die militärische Meldung der einmarschierten Fahnenträger an das Präsidium die Bürde von Tradition und der Pflege traditioneller Werte vermittelte, überraschte eine völlig andere Grundstimmung in der Steenkamp-Sporthalle beim Wettschießen. Überwiegend junge Menschen waren ganz auf den bevorstehenden Wettkampf konzentriert, die sich weniger mit Waffen als eher mit einem mechanischen Präzisionsgerät, durchtrainierter Körperhaltung und Atembeherrschung befassten.

Die Verantwortung im Umgang mit Waffen und die Sicherheit der Veranstaltung waren spürbar und überzeugend. Die Proklamation des Bundesschützenkönigs und des Bundesjugendschützenkönigs zu Beginn des Bundesschützenballes im Maritim nahm fast eine Stunde in Anspruch.


Rund 1200 Gäste fanden in den Sälen des Maritim Platz. Selten konnte man die ganze Pracht und Großzügigkeit des Maritim so empfinden, wie an diesem Abend.
TA-Audio: Klingendes Tourismus-Barometer: Vor dem großen Ball wollten wir wissen, ob es den Schützen denn auch gefällt in Travemünde.
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Alle Trennwände zum großen Saal wurden zur Seite geschoben so dass eine große Gemeinschaft Gemütlichkeit und frohes Feiern erleben konnte.

Die Preisträger des Wettschießens, darunter viele junge Menschen, wurden mit viel Applaus bedacht. Standing Ovations bekamen die Bundesschützenkönigin Laura-Ann Becker und die Bundesjugendschützenkönigin Katja Müller, die nun die Bürde dieses Amtes für ein Jahr tragen werden. Sie trugen die große und schwere »Amtskette« mit offensichtlichem Stolz. KEV
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15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.
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