Travemünde 18.08.2009 | Der Berliner Cellist Sonny Thet sitzt am Cello, dessen warme Töne St. Lorenz Travemünde erfüllen. Am Mischpult daneben Künstlerin Gisela Meyer-Hahn aus Pinneberg, die ihre Lichtinstallation steuert. Ein riesiger Kubus aus Aluminiumstangen, mit Seidenstoffen in feinen Abstufungen in der Farbgebung. In Travemünde beginnt am Dienstagabend (18. August) das wohl ungewöhnlichste Konzert, das in diesem Jahr in St. Lorenz Travemünde zu hören (und zu sehen!) ist: »Klanglichter«.

Der Entwicklung der Konzerte liegt die Idee zugrunde, Wissen und Empfinden der Urphänomene Klang, Licht und Farbe zusammenzuführen. Seit einigen Jahren befasst sich die Pinneberger Künstlerin Gisela Meyer-Hahn schon konkret mit der Entwicklung und Durchführung derartiger Konzerte – inzwischen mit Auftritten im In- und Ausland, immer an besonderen Orten.

Der Ursprung geht zurück auf das Jahr 1998: Da engagierte die Stiftung Preußischer Nationalbesitz in Berlin 4 Künstler, um ein Stück zur Finissage der Feininger-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu entwerfen und aufzuführen. Dazu durfte auch Gisela Meyer-Hahn gehören – und da nahm die weitere Entwicklung dieser Arbeitsform ihren Anfang.

Licht und Klang lassen Sphären entstehen und damit Stimmungen, die die Seele berühren.

Für jedes Konzert, für jede neue Raumsituation und für jede Komposition entwickelt die Künstlerin eine Lichtchoreografie, deren Basis ihr Bewusstsein und ihre Kenntnis der Farben und ihrer Wirkungen ist – Kulturkreisübergreifend.

Die Lichtchoreografie wird sichtbar, indem der architektonische Raum in Kontakt tritt mit den Gestaltungselementen, die sie dafür gefertigt hat und mittels Licht.

Hauchzarte textilen Materialien als Flächen und Linien und viele Scheinwerfer, die subtil im Raum positioniert sind. Jede Leuchte wird dabei einzeln über ein Mischpult angesteuert, das Gisela Meyer-Hahn wie eine Klaviatur bespielt.

Neue Blickebenen bilden sich durch Licht auf Stoffen, die sich oft zudem in der Thermik leicht bewegen und Stäben, die zu Linien und Strahlen werden und deren Schatten neue Formen und Bewegungen entstehen lassen.

Gisela Meyer-Hahn inszeniert – stets interaktiv – mit unterschiedlichen Kompositionen, Musikern und Instrumenten. Die Künstler entwickeln eigene Kompositionen, arbeiten aber auch sowohl mit festgeschriebenen Kompositionen, atmosphärischen Interaktionen und auch mit universalen Bezügen, die Sehen und Hören verbinden. »Das sind zum Beispiel die Resonanzen der Schwingungen, die zwischen Erde und Sonne oder auch zwischen Erde und Mond bestehen. Sie haben dieselben Frequenzen, in denen unsere DNS und unsere Nervenzellen schwingen. Wir Menschen nehmen sie wahr über Farben und Töne, die in bestimmter Abhängigkeit stehen«, heißt es in einer Mitteilung zum Konzert. »Es entstehen Konzerte, in denen Hören und Sehen verbunden werden, in denen Farbe und Klang auf den gesamten Sinnesorganismus wirken, also auf Gehirn und Vegetativum gleichzeitig. Eigene Bewusstseinsprozesse werden ausgelöst, man ›kommt bei sich selbst an‹. Dabei wird die Dimension des Raumes durch künstlerische Wandlung neu ›erfahrbar‹, neu erlebbar. Das Publikum bleibt nicht nur Betrachter, sondern wird mit allen Sinnen in die Wahrnehmung einer faszinierenden und zauberhaften Klang- und Farbwelt einbezogen.« GMH/TA

»Klanglichter«
Räume aus Licht, Farbe und Klang
Farblichtkonzert in der St.Lorenz-Kirche in Travemünde
Dienstag, 18.August 2009
Beginn: 21.30 Uhr
Eintritt 17,50 Euro
Karten an der Abendkasse
Quelle: Text: Presseinfo Gisela Meyer-Hahn, TA; Fotos: Karl Erhard Vögele
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 02.02.2012 um 18:21 Uhr.
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11.00-17.00 Uhr: »Intensiv Malworkshop Acryl«
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11.00-17.00 Uhr: »Intensiv Malworkshop Acryl«
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