Travemünde 03.09.2009 | Am Freitagnachmittag wird Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff das privat organisierte »Park- und Lichterfest« in Travemünde eröffnen. Die erste Veranstaltung in dieser Saison, die er eröffnet. In anderen Bädern ist der Kurdirektor selbstverständlich bei den Veranstaltungen dabei, vom Anbaden bis zum Saisonabschluss, gehört zum touristischen Repertoire. In Travemünde seit 2009 nicht mehr. »Das liegt daran, dass die LTM die Veranstaltungen macht und er ja soweit ich gehört hab auch kaum noch informiert wird«, sagt Peter Sünnenwold (CDU), Ehrenvorsitzender der MIT. Er attestiert LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager »Führungsschwäche«.

Die Informationen gingen am Kurdirektor vorbei und damit an der Kurverwaltung vorbei, so Sünnenwold. »Und das halte ich schon für extrem schlimm. Wenn da keine Zusammenarbeit mehr ist, dann driftet das ja immer weiter auseinander, und dann ist die Kurverwaltung ja irgendwo nur noch ein Stückchen Insel hier, völlig losgelöst vom Geschehen. Und das darf eigentlich nicht passieren.« Sünnenwold befürchtet, dass die Kurverwaltung Travemünde »langsam ausgeblutet wird« und dann alles von der LTM und von Lübeck aus geschieht. Dass die Events nicht mehr vom Kurbetrieb vor Ort in Travemünde sondern von der LTM in Lübeck organisiert würden, sei dafür der erste Schritt. »Das war meiner Meinung nach der größte Fehler«, sagt Sünnenwold. Man hätte bei Problemen mit dem Kurdirektor sprechen müssen, wie man es haben will, meint Sünnenwold. Es sei Quatsch, deswegen die Strukturen zu ändern und die Eventabteilung aus der Kurverwaltung rauszunehmen. Die Probleme müssten vor Ort gelöst werden. »Nur weil mir die Mole nicht gefällt, kann ich doch nicht Travemünde versetzen«, meint Sünnenwold.
TA-Audio: Hören Sie Peter Sünnenwold zum Thema im Originalton.
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Vom Kurdirektor hätte er aber viel Postitives gehört, dass er sich kümmere. »Nur wenn er selbst nicht eingeladen wird, wenn er überhaupt nicht informiert wird über die Dinge, dann ist das Versagen ganz eindeutig bei der LTM. Und das sind die Führungsschwächen, die bei Frau Gastager ganz persönlich immer wieder durchkommen«, zählt Sünnenwold die Tourismus-Chefin an. »Sie hat keine Personalführung.«
Sünnenwold fordert nun, dass diejenigen, die verantwortlich sind, dass die Events nicht mehr in der Kurverwaltung angesiedelt sind, sich selbst einmal kritisch hinterfragen und sich nicht immer nur verteidigen, dass es gut war. Sondern sich kritisch hinterfragen, ob das der richtige Schritt war. Ein klare Ansage auch an den damaligen Vorstand der Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft (TWG).
Die »Schonzeit«, die während der Saison stillschweigend von allen Beteiligten mit Rücksicht auf den Tourismus eingehalten wurde, scheint vorbei. Schon bei der Eröffnung der Wind Art am 15. August gab es erste Kritik: Noch im November 2008 hatte Jana Kürbis, damalige Leiterin des Eventbüros der Lübeck- und Travemünde Marketing GmbH (LTM) erklärt, dass die LTM das Projekt unterstützt und ja nicht nur im Marketing aktiv sei, sondern auch eine Veranstaltungsabteilung habe und ihr Know-How gerne zur Verfügung stelle. Ein Dreivierteljahr später wurde die privat organisierte Veranstaltung dann eröffnet: »Ich habe keinen von der LTM gesehen«, erklärte Klaus Petersen (CDU) im Video-Interview mit Harald Denkmann (OK Lübeck) während der Eröffnungs-Feier. »Die Leute von der LTM kennen ja Travemünde kaum und wissen ja auch kaum, was hier passiert. Sonst wären ja solche Fehler, wie sie in diesem Jahr passiert sind in Travemünde, nicht passiert«, ergänzte der Travemünder CDU-Ortsverbandsvorsitzende und Mitglied des Vereins »Kunst und Kultur zu Travemünde«, Klaus Petersen. Der Verein wünsche sich auch mehr werbliche Unterstützung von der Marketing-Gesellschaft.
Endgültig der Kragen platzte dann nicht nur den Travemündern, als »Travemünde Aktuell« enthüllte, dass die »Baltic Sail« für 2010 abgesagt ist. Bei seiner Eröffnungsansprache hatte Bruno Böhm, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der LTM noch öffentlich erklärt, wie gern die LTM das »bunte Wasser- und Landprogramm« für die Sail organisiere. Von der Absage sagte er nichts. LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager war während der wichtigsten Veranstaltung der Saison überhaupt nicht in Lübeck. Zuviel offenbar selbst für Klaus Puschaddel, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, der sich zur Arbeit der LTM in der Vergangenheit oft positiv geäußert hatte. In einer Presseerklärung vom 28. August rügte er die »Eigenmächtigkeit der LTM bei der Absage von Großveranstaltungen« und kündigte an, dass das Thema noch in der Bürgerschaft behandelt werde.
Da ließen sich gleich noch ein paar Themen hinzufügen, denn selbst das abgespeckte Veranstaltungsprogramm für 2009 wurde nochmals ausgedünnt: Für August 2009 hatte die LTM in ihrem Veranstaltungskonzept für 2009 die »neu konzipierte« Veranstaltung »Wünsch Dir was – Wunscherfüller und Himmelsstürmer« angekündigt sowie für August und September 2009 je eine Veranstaltung »Tafeln am Meer« in Zusammenarbeit mit Travemünder Hotels. Von allen drei Veranstaltungen hat man nie wieder etwas gehört. TA
Externer Link zum Thema: Gastager führt Lübeck-Marketing jetzt offiziell (LN-Online vom 19.02.2008).
www.ln-online.de/artikel/2308384
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Kommentar von Kuhlmann am 03.09.2009:
Versenkt die LTM in der Trave und gebt die Kompetenzen gefälligst am die Kurdirektion Travemünde zurück. Die wissen, was gut ist für Travemünde. Sie sind am Puls der Kur- und allen anderen Gästen und wissen was nötig ist. Das eingesparte Geld der LTM kann schließlich wirklich für vernünftige Events verwendet werden. Aber Travemünde soll wohl vergreisen und nicht mehr attraktiv sein, anders kann man das Verhalten der LTM und des Senats von Lübeck nicht erklären. Ich hoffe, dass man (und Frau) langsam mal wach wird und die Schwerpunkte richtig setzt. Es kann nicht alles wegen der Kosten vernichtet werden, sondern man muss auch mal Schwerpunkte setzen – die auch schliesslich Einnahmen nach sich ziehen. Ich erwarte mal »positives« aus der Hansestadt (einst Königin der Hanse).
Kommentar von michel am 03.09.2009:
Die Positive Erkenntnis aus diesem Artikel ist: Ende Februar 2010 – also in ca. einem halben Jahr könnte das Leiden ein Ende haben. Vorausgesetzt, die Verantwortlichen tun, was getan werden muss und keiner verlängert den Vertrag. Dann wären die Travemünder Veranstaltungen endlich wieder dort, wo sie hingehören, bei der Kurverwaltung Travemünde und diese entsetzliche Absagerei unserer Veranstaltungen wäre endlich vorbei.
Kommentar von steven am 03.09.2009:
Sorry michel, aber ich glaube, dass es noch lange nicht vorbei ist. Denn wenn es noch in der Bürgerschaft abgesegnet werden muß dann GUTE NACHT. Bis jetzt hat die Bürgerschaft alles daran getan, Travemünde zu VERNICHTEN. (Powerboote... etc). Egal was in der Bürgerschaft zu Travemünde oder Groß-Events in der Lübecker Bucht versucht wird auf die Beine zu stellen. Die Bürgerschaft ist dagegen. Ps. Armes schönes Travemünde.





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09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.
15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.
17.00 Uhr: Gottesdienst.
17.00 Uhr: After Work Atelier.
19.00 Uhr: Öffentliche Ortsrats-Sitzung,
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09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.
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15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.
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09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.
10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Ostseestation »Was lebt in der Ostsee«.
15.00-17.00 Uhr: Bücherstube im Gesellschaftshaus.
15.318.00 Uhr: Schweizer Hüttenzauber.