Travemünde 09.01.2010 | Nach dem gestern Nachmittag der Wind aus NO mit 5 Windstärken mehrere Snowboarder an den Strand von Travemünde lockte, die zum Teil mit atemberaubender Geschwindigkeit zwischen Maritim und Columbia entlangsurften, nahm die Wind in der Nacht auf bis zu 8 Windstärken zu. Für einige Schiffe, die Travemünde anlaufen, bedeutet dies, dass sie Schlepperhilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Schlepper »Axel« und »Claus« sind unterwegs.


Das Rauschen der kräftigen Brandung war bis zum Fischereihafen zu hören. Der Pegelstand der Trave wird um etwa 1,40 m über dem mittleren Wasserstand erwartet. In der Nacht zum Sonntag kann der Sturm zu Hochwasser führen. Noch am Morgen hielt der Sturm an und verursachte bei mäßigem Schnellfall zu vielen Verwehungen. Die Hauptstraßen in Travemünde blieben jedoch weitgehend davon unberührt. Schneeräumdienste waren auch mit kleinem Gerät im Einsatz und säuberten vor allem die Gehwege. Wie es schien, manchmal umsonst, denn Wind und Schneefall bescherten immer wieder eine neue weiße Pracht.


An der Fähre zum Priwall war ein starkes Schneeräumkommando dabei, An- und Abfahrt zur Fähre und auch die Fähre selbst von Schnee weitgehend frei zu halten. Die Männer »in Orange« mit Schneeschiebern, ihren kleinen motorgetriebenen rotierenden Besen und die Fährmänner waren alle mit flotten Sprüchen bei ihrer Arbeit gut drauf. Ihnen sei für Ihren Einsatz herzlich gedankt.


Wie geht es weiter? Gelegentliche Schneeschauer wird es auch die nächsten Tage geben, der Sturm wird sich weiterhin mit bis zu 8 Windstärken an der Küste aus NO bei vergleichsweise milden Temperaturen um Null Grad erst einmal halten, bevor mit Wochenbeginn eine Änderung zu erwarten ist. #baKEV



Fotos: Karl Erhard Vögele
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