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 ORTSGESCHEHEN

»Drehbuch für eine Travemünder Horrorgeschichte«

Schwimmbad-Ruine Aqua-Top in allen Medien – Druck auf die Stadt wächst

Travemünde 03.03.2010 | Am Dienstag fand das Thema Aqua-Top sogar Eingang in die Kultur-Sendung von Künstlerin Anja Es auf »Radio-Travemünde«, als die erzählte, wie sich Künstler auf die Schwimmbadkasse (Videowettbewerb »Free Henry!«) stürzen. Auch am Mittwoch beherrscht das Thema die Medien, der Druck auf die Stadt wächst.

Kreist da schon der Pleitegeier über dem Schwimmbad-Turm? Die Stimmung in Sachen Aqua-Top kocht langsam hoch. Foto: TA
Kreist da schon der Pleitegeier über dem Schwimmbad-Turm? Die Stimmung in Sachen Aqua-Top kocht langsam hoch. Foto: TA

Die März-Ausgabe von »Travemünde Aktuell« widmet sich dem Aqua-Top auf zwei Seiten, berichtet von der Aktion »Free Henry!« und vom Zuständigkeits-Wirrwarr, das in der Februar-Sitzung des Kurbetriebs-Ausschusses offenbar wurde. Am Mittwoch (03. März) beschäftigen sich nun die Lübecker Nachrichten mit den Zinsen, die die Stadt für die Schulden, die noch auf der Ruine liegen, jedes Jahr zahlen muss (direkter Artikel-Link unten). Und der Wochenspiegel zitiert ebenfalls am Mittwoch unter der Schlagzeile »Aqua-Top-Ruine: Woran es wirklich hakt« aus einem vertraulichen Bericht zum Sachstand Aqua-Top/Maritim (direkter Artikel-Link unten).

TA-Video: Einen Blick ins Innere des leeren Spaßbades wirft dieser Filmbeitrag aus dem Videowettbewerb »Free Henry!«, in dem eine Geisterband ein Trauerlied aufs Aqua-Top singt (Zum Abspielen bitte klicken – Schneller Internet-Zugang erforderlich).

Ebenfalls am Mittwoch (03. März) verschickte die Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft (TWG) ein »Drehbuch für eine Travemünder Horrorgeschichte« unter dem Titel »AQUA TOP oder die abgrundtiefe, endlose Ratlosigkeit!!!« an Fernsehsender, will so eine weitere Berichterstattung anstoßen. In dem Dokument geht es gleich in der Einleitung zur Sache: »Mit der Erhöhung der Eintrittsgelder für die noch in Betrieb befindlichen städtischen Schwimmbäder in der Hansestadt Lübeck (vor dem Hintergrund der Entmietung des Aqua Top Travemünde) hat jetzt die an Einfallslosigkeit, Ignoranz und Dreistigkeit – und Traurigkeit – nicht zu übertreffende Geschichte des AQUA TOP einen weiteren Höhepunkt erreicht.«

Lange her: Zum 200. Geburtstag des Seebades Travemünde sprach Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe am 01. Juni 2002 auch über das Aqua-Top: »Ein neues Aqua-Top, ein neues Erlebnisbad, soll entstehen«, kündigte Saxe an. »Herr Halbedel kümmert sich mit großem Nachdruck darum, dass es auf die Schiene gesetzt wird. Und fristgemäß 2006 fertig wird.« Was daraus geworden ist, hat jeder Travemünder täglich vor Augen. Foto: ARCHIV TA
Lange her: Zum 200. Geburtstag des Seebades Travemünde sprach Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe am 01. Juni 2002 auch über das Aqua-Top: »Ein neues Aqua-Top, ein neues Erlebnisbad, soll entstehen«, kündigte Saxe an. »Herr Halbedel kümmert sich mit großem Nachdruck darum, dass es auf die Schiene gesetzt wird. Und fristgemäß 2006 fertig wird.« Was daraus geworden ist, hat jeder Travemünder täglich vor Augen. Foto: ARCHIV TA

TA-Audio: Saxes Satz zum Aqua-Top: Hören Sie einen Auszug aus der Festrede von Lübecks Bürgermeister zum 200. Geburtstag Travemündes als Seebad am 01. Juni 2002 im Originalton.

Alternative content1

Es ist zu befürchten, dass weitere Höhepunkte in der »Travemünder Horrorgeschichte« folgen... TA

Neuste künstlerische Auseinandersetzung mit dem Aqua-Top ist das Gemälde »Daneben« von Michael Böttger. Das würde sich dann ja auch gut als Filmplakat eignen wenn das »Drehbuch für eine Travemünder Horrorgeschichte« realisiert ist... Gemälde: MICHAEL BÖTTGER
Neuste künstlerische Auseinandersetzung mit dem Aqua-Top ist das Gemälde »Daneben« von Michael Böttger. Das würde sich dann ja auch gut als Filmplakat eignen wenn das »Drehbuch für eine Travemünder Horrorgeschichte« realisiert ist... Gemälde: MICHAEL BÖTTGER

Externe Links zum Thema:

Artikel »Aqua-Top: Woran es wirklich hakt« (03.03.2010) auf meinwochenspiegel.de, Artikel »Abrissreifes Aqua Top: Stadt zahlt immer noch Kredit ab« (03.03.2010) auf ln-online.de

www.meinwochenspiegel.de/aqua-top-w ... -hakt/7988

www.ln-online.de/regional/2747931


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 29.07.2010 um 12:47:39 Uhr.
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Kommentar von michel am 03.03.2010:
Ist doch traditionsbewußt gedacht, denn nach vielen Jahren hat Travemünde endlich wieder ein Siechenhaus. Also, ich finds clever.

Kommentar von H. Jakob am 03.03.2010:
Es kotzt mich langsam alles an. Jetzt geht es mit Schuldzuweisungen weiter. Als erstes hätte mit der Maritim-Gruppe alles geklärt werden müssen. Und dann auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen. Danach die Bürger mit feststehenden Fakten und Abrisstermin informeren. Nicht umgekehrt. Es gibt keine Führungspersöhlichkeiten mehr. Unter den Politikern befinden sich immer mehr Dilettanten und Selbstdarsteller.

 

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