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 LESERBRIEFE

Gosch-Halle Immobilienspekulation?

Leserbrief von Michael Böttger, Travemünde

Travemünde 11.03.2010 | Mir ist aufgefallen, dass die Anträge im Ortsrat jetzt immer als Gemeinschaftsproduktion von CDU, SPD und BfL vorgetragen werden. Lustig ist dabei, dass vor dem Publikum dann auch noch abgestimmt wird. Worüber eigentlich?

 »Es ist noch reichlich Platz«: Fotomontage: MICHAEL BÖTTGER
»Es ist noch reichlich Platz«: Fotomontage: MICHAEL BÖTTGER

Im Falle des Gosch-Baues auf der Tornadowiese hat sich gestern recht deutlich gezeigt, dass der der Ortsrat keineswegs für ganz Travemünde spricht.

Was auch niemand verstanden hat, ist dass es Gosch nicht um die Errichtung eines Feinschmeckerlokales geht, sondern um Immobilienspekulation im ganz großen Stil. Denn, nur für sein Fischrestaurant (im übrigen nicht einmal das Original, sondern nur die Franchise-Kopie mit TK-Ware auf Plastiktellern) bräuchte er lediglich ein Gebäude und da würde sich sicherlich ein vorhandenes anbieten.

 »So sieht es dann im Winter aus.« Fotomontage: MICHAEL BÖTTGER
»So sieht es dann im Winter aus.« Fotomontage: MICHAEL BÖTTGER

Nein. Gosch will eine viel zu große Halle an bester Stelle bauen, sich um die Erschließung von Parkplätzen und sonstiger Infrastruktur auf Kosten der Stadt drücken, um dann in Sachen Immobilienhandel den großen Reibach machen.

Er bietet dann, in bester Lage, für vermutlich Unsummen, Läden an, die vom Steuerzahler subventioniert sind und steckt sich die Kohle selbst auf die Naht.

Dann erzählt man den Travemündern etwas von dem großen Investor, der mit viel Geld im Rücken Attraktivität und Arbeitsplätze in den Ort bringt und hofft, dass die Generation »Wirtschaftswunder«, die hier zu Hauf vertreten ist, sich lautstark für ihn einsetzt.

Als Ergebnis bleibt dann eine Halle, die einem Gast für die Zeit seines Besuches im Ort und für den Travemünder das ganze Jahr über, von vielen Standpunkten aus die Sicht, auf die von der LTM , in einem teuren Gutachten ermittelten Attraktionen (Passat und Fährschiffe) verbaut.

Ist es das, was der Ort wirklich braucht?

Travemünde, den 11.03.2010, Michael Böttger


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 29.07.2010 um 14:35:01 Uhr.
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Kommentar von Wilfried Walter am 11.03.2010:
Nanu, was hat denn dieser Leserbrief hier als eigener Artikel zu suchen? So etwas gehört in einen Kommentar; andere Kommentatoren bekomme doch auch keinen eigenen Platz! Abgesehen davon wimmelt es im Leserbrief von Mutmaßungen und Unterstellungen ohne auch nur einen konkreten Hinweis geschweige denn eine Quellenangabe zu liefern. Jetzt mutmaße ich mal: Soll hier wieder Stimmung gegen ein Projekt gemacht werden? Woher weiß Herr B. denn, dass »Plastikteller« benutzt werden sollen? Diese ewige Nörgelei kann einem wirklich auf den Senkel gehen. Herr Gosch, gehen Sie nach Niendorf oder Boltenhagen, hier in Travemünde wird das nichts!

Kommentar von Peter van Treel am 11.03.2010:
RICHTIG !! Das ist eine ganz billige Gosch Kopie, dieser Herr aus St. Peter-Ording. Der macht einen auf singenden Hans Albers und lacht sich kaputt, das er mit dem Bäckermeister aus Heide überall in 1a-Lagen Immobilien errichten kann. Der Gewinn kommt bei ihm über die Immobilien! Die Gosch-Franchise GmbH ist eben pleite gegangen an den horrenden Mieten. Deshalb hat sich Original-Gosch aus dem Franchise zurückgezogen.

Kommentar von michel am 11.03.2010:
Nachtrag zum Artikel. Hat eigentlich irgendjemand die Leute der ortansässigen Gastronomie, die hier auch Gewerbesteuern zahlen, gefragt, ob sie die Ansiedlung von Gosch für notwendig halten. Beispielsweise: Fisch-Paul, Fischermens Warf, die Backskiste oder die vielen Restaurants in unmittelbarer Nähe, die Frischfischspezialitäten anbieten? Oder wurde, so wie beim Flughafen auch mit einer Verdreifachung der Gäste geworben?

Kommentar von Gert-E., Thalau am 11.03.2010:
Zu diesem »Leserbrief« fällt mir nichts ein. Herr B. sollte doch froh sein, wenn im Ortsrat die Meinung der die Bürger vertretenden Parteien eine so große Zustimmung findet. Es ist allerdings jedem freigestellt, seine Meinung zu vertreten, aber dann bitte ohne Unterstellungen! Man sollte darüberhinaus auch einmal eine mehrheitliche Darstellung akzeptieren. In Lübeck scheint es jedoch Mode zu sein, gegen alles Innovative zu sein, nach dem Motto: »Ich bin dafür, dass wir dagegen sind!«. Der Erfolg bleibt nicht aus: Es bleibt alles beim alten, und es wird weiter gemeckert.

Kommentar von Bürger Michel am 12.03.2010:
Ich komme aus St. Peter-Ording. Ich muss sagen, hier hat Gosch eingeschlagen wie eine Bombe – IM NEGATIVEN SINN. Umliegende Gaststätten (umliegend heißt 1km) haben einen Umsatzrückgang bis zu 40% zu beklagen. Das Problem: Der Gast holt sich bei Gosch ein Fischbrötchen und ein Bier für 10 € und geht dann natürlich nicht mehr dick Essen. Gosch in SPO ist ein Fischimbiss! Bestimmt kommen einige Tagesgäste wegen Gosch, die lassen ihr Geld aber auch nur dort. Die GmbH sitzt in Heide und zahlt ihre Steuern dort. Die beo und fällige Tourismusabgabe fließt nicht. 2,4 mio Umsatz in der Gastro fliessen aus dem Ort !!! Fazit: Gosch in SPO ist eine Katastrofe für die heimische Wirtschaft – RAUBRITTERTUM – ABZOCKE – VERARSCHE Leute, wehrt Euch

Kommentar von Rangenberger am 12.03.2010:
Ich kann den Kommentar von Bürger Michel nur zustimmen. Als langjähriger Sankt Peter-Ording Urlauber(Fan) ist Gosch für den Ort die reinste Katastrophe. Überteuert und nur ein primitiver Fischimbiss im Stil einer Burgerkette. So was gehört nicht nach Travemünde. Und dann soll noch die Backskiste weichen. Hoffentlich wird dieses Projekt, wie alles in Lübeck, durch die Bürgerschaft vernichtet.

Kommentar von Rudi Lichtenhagen am 12.03.2010:
Hallo, Herr Böttger, als Künstler werden Sie in Travemünde Karriere machen. Ihr Bilder sind Klasse! Aber: Als Politiker befinden Sie sich auf einem GRÜNEN Irrweg! Satire und grüne Realpolitik vertragen sich nicht. Sorry. Gut gemeint. Habe 20 Jahre Lübecker Kommunalpolitik »gelebt« und fühle mich mit meinen 65 Jahren als »Travemünder Weiser«. Schöne Grüße Rudi Lichtenhagen

Kommentar von Kurt Kahlke am 16.03.2010:
Ich hörte von div. Artikeln über Gosch in SPO und muss zu den abgedruckten polemischen von nicht informierten Leuten geschriebenen Leserbriefen kurz Stellung beziehen: Gosch ist für SPO eine Bereicherung. Nicht nur, dass deshalb mehr Gäste nach SPO kommen, sondern auch wegen seiner Events und bezahlbaren Küche/Getränke. Es ist immer wieder schön bei Gosch Leute zu treffen, die man in anderen Lokalen nicht trifft. Warum ist das so? Herrliche Aussicht, angenehmes Personal, gute Qualität. Diese setzt sich auch im restlichen St. Peter-Ording durch. Warum 40 % Rückgang bei einigen Betrieben? Vielleicht stimmt die Qualität oder das Preis/Leistungsverhältnis nicht. Ich kann natürlich nicht in die Ortsentwicklung Travemündes eingreifen, da ich in St. Peter-Ording wohne, aber ich kann den Entscheidungsträgern nur empfehlen, die qualitäsmäßig hochstehende und nicht als "billiger Fischimbiss" zu bezeichnende Gastronomie zuzulassen. Oder überzeugen Sie sich in SPO selbst, herzlich willkommen.

Kommentar von Bürger Michel am 22.03.2010:
Moin Herr Kahlke, moin liebe Mitleser- und Debattierer. Ich kenne Sie nicht, Herr Kahlke, Sie mich auch nicht, wie können Sie mir dann Polemik vorwerfen oder dass ich »uninformiert« bin? ich glaube, jeder wirklich Interessierte sollte sich an den DEHOGA Ortsverein St. Peter Ording wenden, in dem Gosch übrigens nicht ist. Gosch, oder besser die Heider Betreibergesellschaft des Frenchise-Unternehmens, entzieht der heimischen Gastronomie jedes Jahr Millionenumsätze, die Steuer fließt in Dithmarschen, Leute, merkt mal was. Gründet eine Bürgerinitiative, ladet betroffene Gastronomen aus SPO ein, und prüft mal, wer aus der Kommunalpolitik so alles involviert ist (Investoren, Mieter, Baufirmen) AUFWACHEN !!!!!

Kommentar von Kurt Kahlke am 22.03.2010:
Zunächst ein Kompliment an die Betreiber von Travemünde-aktuell, eine tolle Plattform, um zu diskutieren – wäre wohl auch etwas für SPO. Bürger Michel, mit Ihrem Kommentar beweisen Sie erneut, dass Sie nicht informiert sind. Wer das Steuerrecht kennt, weiß, dass die Steuern auch nach SPO fließen. Insofern ist es egal, ob Gosch oder ein anderer Gastronom die »Millionenumsätze« macht. Ebenso werden die örtl. Abgaben an SPO gezahlt. Der Gemeinde geht es also gut mit Gosch. Den Gästen des Ortes auch. Aber überzeugen Sie sich doch selbst, kommen Sie her und schauen Sie sich das an. Oder sollte ich lieber sagen: verbieten Sie Gosch in Travemünde, dann haben wir hier mehr Gäste? Ich glaube, wir hier in SPO sind schon lange wach. Schlafen Sie schön weiter! Grüße an die Ostsee KK

Kommentar von Kurt Kahlke am 22.03.2010:
Bürger Michel, wer sind Sie? Wenn Sie aus SPO sind, könnte es ja sein, dass ich Sie kenne. Nennen Sie doch Ihren vollständigen Namen, oder stehen Sie nicht zu Ihren Kommentaren?

Kommentar von Bürger Michel am 24.03.2010:
Sehr geehrter Herr Kahlke, sicher wissen Sie es als Gemeinderatsmitglied, dass an der Stelle, an der der Fischimbiss von Gosch steht, ein Terrassencafé geplant war – eine tolle Sache. Urplötzlich, quasi über Nacht, war die Beschlusslage eine völlig andere. Fischimbiss plus Einzelhandelsgeschäft in Toplage, das pikanter Weise einem anderen Gemeinderatsmitglied gemietet ist – ein Schelm, wer böses dabei denkt! Dafür dann auch noch Gelder aus der Tourismusabgabe der betroffenen Betriebe einzusetzen, grenzt schon fast an Hohn. Aber Baupläne ändern sich über Nacht, wie Sie ja auch aus dem Beispiel der Seekiste wissen, Stellungnahmen verschwinden ... Ja, vielleicht kennen wir uns, vielleicht auch nicht, wer weiß das schon. Einen netten Gruß an die Nordsee – Bürger Michel

 

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