Travemünde/Buenos Aires 11.03.2010 | Vor jedem Konzert ist eine Stimmenprobe angesagt, auch »Soundcheck« genannt. Chorleiter Stephan Martin Fleck, flexibel in allem was den Chor betrifft, wünschte sich als Ort des Einsingens was ganz besonderes: das Hard Rock Cafe in der Capitale Buenos Aires. Gewünscht – getan.

Auch vor der unerbittlichen Geräuschkulisse der Busse und Laster bestand der Chor diese Herausforderung nicht nur musikalisch sondern auch angesichts der Sicherheitskräfte, welche eine Behinderung des Fußgängerverkehrs befürchteten.

Doch unser Fremdenführer Mario Ritter klärte die Situation auf landesübliche Weise mit viel Engagement und Diplomatie. Im 23. Stockwerk oben angekommen, erlebte der Chor im Vortragssaal der Handelskammer einen atemberaubenden Rundblick über die Stadt. Noch vor der schnell hereinbrechenden Dunkelheit und einer präzisen Stellprobe – der Sound des Chores soll ja optimal rüberkommen – füllte sich der Saal bis auf den letzten Platz.

Wie bereits auf dem Empfang des Außenministers in der Deutschen Botschaft angekündigt, erschien auch der Deutsche Botschafter Günther Knieß und kurz darauf auch die Vertreter der Deutsch-Argentinischen Handelskammer, die leitenden Herren Dr. Lege und Dr. Leonhardt. Mehr als 200 geladene Gäste begrüßten den einziehenden Chor mit rhythmischem Beifall.

In seiner Begrüßung hieß Dr. Leonhardt den Chor herzlich willkommen. Botschafter Günther Knieß gab der Veranstaltung durch seine wohlinformierten und launigen Bemerkungen zu dem Besuch des Chores und seinem weiteren Konzertprogramm ein herzliches Entreé.

Wie immer führte Roloff Spanuth durchs Programm und seine informativen und humorvollen Bemerkungen wurden von Rudolf Hepe ins Spanische übersetzt. Der mit Zugaben sonst geizige Chor gab sich spendabel und entließ das heftig Beifall klatschende Publikum erst mit viel Verspätung zum anschließenden Empfang ins Goethe-Institut im Erdgeschoss.

Es gab an die Gastgeber viel Dankeschön zu sagen. Der Einstieg hierzu begann bereits vor Konzertbeginn. Mitglieder des Chores reichten an die geladenen Gäste lüb’sches Gold aus dem Hause Niederegger, das reißenden Absatz fand. Man könnte fast sagen, dass hier noch ein interessanter Markt zu erschließen ist.

Was bei einer Konzertreise dieses Umfanges im Ablauf wie selbstverständlich aussieht, ist stets Folge einer umfassenden und bereits lange vor dem Start beginnenden Vorbereitung und Planung. Daher galt es von der Seite des Chores vielen Mitwirkenden eine kleine Anerkennung auszusprechen. Ich melde mich wieder. KEV


TA-Lesetipps zum Thema:
Reisetagebuch Teil 1: Passatchor startet verspätet zur Konzertreise nach Argentinien (05.03.2010)
Reisetagebuch Teil 2: Ein Betankungsventil hat die Sache ganz spannend gemacht (06.03.2010)
Reisetagebuch Teil 3: Rauschender Beifall vor faszinierender Kulisse (08.03.2010)
Reisetagebuch Teil 4: Lieder aus der alten Heimat (09.03.2010)
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