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 VERANSTALTUNGEN

»Unter vollen Segeln in den Hafen«

Ausstellung zu »50 Jahre Passat in Travemünde« im Industriemuseum Geschichteswerkstatt Herrenwyk

Travemünde/Kücknitz 27.05.2010 | Seit 50 Jahren liegt die Viermastbark Passat nun schon fest vor Anker in Travemünde. Längst ist sie ein Wahrzeichen des Ostseebades. Aus Anlass des runden Geburtstags ihres Travemünde-Aufenthaltes (100 Jahre wird das Schiff erst im Jahre 2011) widmet sich eine Ausstellung im Industriemuseum Herrenwyk dem Windjammer.

Rolf Fechner, Dr. Wolfgang Muth, Hartmut Haase und Ingo Petersen begutachten historische Fotos von der Überführung der Passat von Hamburg nach Travemünde. Foto: TA
Rolf Fechner, Dr. Wolfgang Muth, Hartmut Haase und Ingo Petersen begutachten historische Fotos von der Überführung der Passat von Hamburg nach Travemünde. Foto: TA

Die Viermastbark »Passat« ist ein bedeutendes Schifffahrtsdenkmal und seit 1960 ein stolzes Wahrzeichen von Travemunde. Das Schiff gehörte einst zur Flotte der berühmten »Flying-P-Liner« der Hamburger Reederei F. Laiesz. Sie wurde 1911 bei Blohm & Voss in Hamburg zum Preis von 680.000 Goldmark für den Getreide- und Salpetertransport im Handel mit Südamerika gebaut.

Heiligabend 1911 trat die Passat ihre erste Reise von Hamburg zum Kap Horn nach Chile an. 1951 wurde die »Passat« zu einem frachttragenden Schulschiff umgebaut und erhielt einen 1000-PS-Motor.

"In Travemünde haben wir keine Ausstellungsräume gefunden, wo wir über mehrere Monate ausstellen können«, erklärte Hartmut Haase vom Verein »Rettet die Passat«. Nun sind die großformatigen Windjammer-Bilder in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk zu sehen. Foto: TA

1957 wurde die »Passat« außer Dienst gestellt. Damit wurde das letzte deutsche Großsegelschiff aus dem Verkehr genommen.

Die Stadt Lübeck kaufte 1959 das stolze Schiff und rettete es vor dem Abwracken. Seit Januar 1960 liegt der Tiefwassersegler auf dem Priwall in Travemünde. Das Schiff diente zunächst der Schleswig-Holsteinischen

Seemannsschule als Schulstätte und wurde 1966 als Museum und internationale Begegnungsstätte – z. B. für deutsch-französische Segelkurse – in Betrieb genommen.

Martin Baginsky suchte mit seiner Firma zur Vergrößerung geeignete Fotos aus und stellte die Abzüge für die Ausstellung her. Foto: TA
Martin Baginsky suchte mit seiner Firma zur Vergrößerung geeignete Fotos aus und stellte die Abzüge für die Ausstellung her. Foto: TA

In späteren Jahren diente die »Passat« als Jugendherberge und wurde mit Toiletten, Waschräumen und Duschen ausgestattet. 1978 wurde das Schiff als Beispiel für die deutsche Seefahrtsgeschichte unter Denkmalschutz gestellt. Ein Jahr später wurde der Verein »Rettet die Passat e. V.« gegründet der sich für den Erhalt des Schiffes einsetzt.

Nach einer Grundinstandsetzung bei der Lübecker Flender Werft in den Jahren 1997/98 dient es wieder als Veranstaltungsort Museumsschiff und Gruppenunterkunft. 106 Betten in 35 Kajüten stehen zur Verfugung, sowie drei Tagungsraume. Außerdem kann auf der »Passat« geheiratet werden.

Fritz Toelsner von Radio Travemünde sprach mit Museumsleiter Dr. Wolfgang Muth, Hartmut Haase vom Verein »Rettet die Passat« und Ingo Petersen von der Passat-Stiftung. Der Beitrag wird am Dienstag, 1. Juni 2010, bei im Travemünder Journal (Radio Travemünde, OK Lübeck, ab 17:05 Uhr) gesendet. TA
Fritz Toelsner von Radio Travemünde sprach mit Museumsleiter Dr. Wolfgang Muth, Hartmut Haase vom Verein »Rettet die Passat« und Ingo Petersen von der Passat-Stiftung. Der Beitrag wird am Dienstag, 1. Juni 2010, bei im Travemünder Journal (Radio Travemünde, OK Lübeck, ab 17:05 Uhr) gesendet. TA

Die Ausstellung geht auf die bewegte Fahrtgeschichte der »Passat« ein und zeigt dann die verschiedenen Etappen ihrer 50jährigen Liegezeit in Travemünde.

Auf dem großformatigen Bild der Viermastbark Passat, eine neuzeitliche Aufnahme von Karl Erhard Vögele, kann Ingo Petersen von der Passat-Stiftung gut die Aufbauten des Schiffes erklären. Die Stiftung verfügt aus Nachlässen über ein Kapital von 145.000 Euro. Aus den Erträgen würde die hölzerne Skulptur »Fiete« vor der Passat, die aktuelle Ausstellung und demnächst ein englischsprachiges Buch über die Passat finanziert. Foto: TA
Auf dem großformatigen Bild der Viermastbark Passat, eine neuzeitliche Aufnahme von Karl Erhard Vögele, kann Ingo Petersen von der Passat-Stiftung gut die Aufbauten des Schiffes erklären. Die Stiftung verfügt aus Nachlässen über ein Kapital von 145.000 Euro. Aus den Erträgen würde die hölzerne Skulptur »Fiete« vor der Passat, die aktuelle Ausstellung und demnächst ein englischsprachiges Buch über die Passat finanziert. Foto: TA

Die Ausstellung wird am 28. Mai 2010 um 19.30 im Industriemuseum eröffnet. Es sprechen Dr. Wolfgang Muth, der Leiter des Museums, und Ingo Petersen, Vorsitzender der »Passat-Stiftung«, die die Ausstellung finanziert hat. Die Veranstaltung wird musikalisch vom Lübecker Passat-Chor umrahmt.

Travemünde Aktuell: »Unter vollen Segeln in den Hafen«

Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet Aktivitäten für Kinder, Vorträge und Lesungen sowie eine monatliche Führung durch ehemalige Kapitäne aus dem Verein »Rettet die Passat« an. Die Aktivitäten können im Museum und auf der Internetseite www.die-luebecker-museen.de abgefragt werden.

Travemünde Aktuell: »Unter vollen Segeln in den Hafen«

Das Museum ist freitags von 14.00 bis 17.00 Uhr und samstags und sonntags jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2,50 €, ermäßigt 1,- €.

Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk liegt in der Kokerstraße 1-3 in Lübeck-Kücknitz. Foto: TA
Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk liegt in der Kokerstraße 1-3 in Lübeck-Kücknitz. Foto: TA

Quelle: Text: Pressemitteilung Lübecker Museen, TA; Fotos: TA

www.die-luebecker-museen.de


 

 

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15.00 Uhr: Kurzvortrag Alter Leuchtturm.

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