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 POLITIK

Nicht-Öffentliches Spaßbad

SPD stellte Waterfront-Projekt vor

Travemünde 04.09.2010 | Wer mit der Wirkung von Powerpoint-Vorträgen auf den Menschen vertraut ist, wird die Leistung des Publikums anerkennen, am Ende der Veranstaltung noch Fragen gestellt zu haben. Die Travemünder SPD hatte zum Informationsabend ins Travemünder Kreuzfahrt-Terminal eingeladen. Nacheinander referierten Andrea Gastager (LTM), Uwe Kirchhoff (Kurbetrieb) und Annekatrin Lorenzen (Stadtplanung).

Hunderte Travemünder verfolgten die Vorträge im Kreuzfahrt-Terminal. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Hunderte Travemünder verfolgten die Vorträge im Kreuzfahrt-Terminal. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager erzählte etwas zum Thema Marktforschung, Kurdirektor Uwe Kirchhoff berichtete über die Zahl der Gästebetten in Travemünde (3.011) im Verglich zu anderen Bädern (Timmendorf 6.500, Kühlungsborn 8.000), bevor dann Annekatrin Lorenzen tatsächlich das Projekt vorstellte, das zusätzlich etwa 1.300 Ferienwohnungsbetten plus Hotel plus Low-Budget-Hotel auf den Priwall bringen soll. Ein Zuschauer warf den Referenten vor, das Publikum würde mit Zahlen »eingelullt«.

LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager entführte in die Welt der Marktforschung. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
LTM-Geschäftsführerin Andrea Gastager entführte in die Welt der Marktforschung. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Nicht-Öffentliches Spaßbad

Für Aufmerksamkeit sorgten die Ausführungen zum geplanten Spaßbad, das mangels städtischer Zuschüsse nicht öffentlich zugänglich sein wird. Ein Schwimmbad-Zuschuss sei nicht möglich, führte Lorenzen aus.

Wolfgang Hovestädt (SPD) begrüßte das Publikum, sprach von Ängsten vor dem Neuen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE
Wolfgang Hovestädt (SPD) begrüßte das Publikum, sprach von Ängsten vor dem Neuen. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Wolfgang Hovestädt als Travemünder SPD-Ortsverbandsvorsitzender hatte eingangs die Gäste begrüßt, darunter Vertreter aus Wirtschaft und Politik und auch die »Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP). Eckhard Erdmann von der BiP hatte am Eingang kleine gelbe Flyer unter dem Titel »15 Argumente gegen Waterfront« verteilt. Darin wurde unter anderem behauptet, der Verkehr auf dem Priwall würde erheblich zunehmen, an den An- und Abreisetagen wäre ganztägig Stau. Wolfgang Hovestädt (SPD) widersprach dieser Darstellung. Erdmann wiederum berief sich auf Zahlenmaterial, das auch von der Stadt käme.

Travemünde Aktuell: Nicht-Öffentliches Spaßbad
Travemünde Aktuell: Nicht-Öffentliches Spaßbad

Erdmanns Frage zu den tatsächlich von der Stadt veranschlagten Einnahmen wollte Stadtplanerin Lorenzen nicht beantworten. Daraufhin kündigte der BiP-Vorsitzende an, die Zahlen selbst zu veröffentlichen. TA

www.spd-travemuende.de

www.bipriwall.de


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 06.02.2012 um 15:24 Uhr.
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Kommentare:

 

Kommentar von Peter Kludas am 04.09.2010:
Diese Großveranstaltung (für Travemünder Verhältnisse) hat so viele ablehnende Argumente und Emotionen hervorgebracht, dass man sie hätte erwähnen müssen! Insbesondere wäre berichtenswert gewesen, wie stark die Ablehnung der Person Hovestädt und seiner Selbstdarstellung war! Ferner fehlt die ganz entscheidende Darstellung, dass die SPD einerseits diese Veranstaltung durchführt (!) und es andererseits noch gar keine abschließende Meinungsbildung in der Partei zum Waterfront-Projekt gibt! Hat die Partei ihre »Hollesen-Marionette« Hovestädt nicht im Griff??? Hoffen wir, dass der Priwall vernünftig und bald entwickelt wird aber niemals ein »Hollesen-Island« mit ein paar geduldeten Einwohnern außerhalb der Schranken!!!

 

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