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 POLITIK

BiP im Ortsrat

Travemünde 22.10.2010 | Zeit für Gespräche gab es am Donnerstag in der Sondersitzung des Travemünder Ortsrates: Der Ortsrat hatte wie immer zu 19:00 Uhr eingeladen. Der Gastreferent, die »Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP), zu 19:30 Uhr. Thema des Abends war das Alternativ-Konzept der BiP zum Waterfront-Projekt von Planer Sven Hollesen.

Markus Hellwich leitete die Ortsrats-Sitzung. Foto: TA
Markus Hellwich leitete die Ortsrats-Sitzung. Foto: TA

Waterfront-Verkehrskonzept

Die BiP-Vorsitzenden Siegbert Bruders und Eckhard Erdmann gingen zunächst auf die aktuellen Informationen vom Tage ein: »Ich les ja auch Travemünde Aktuell, das gibt’s ja auch in Berlin«, meinte Bruders in Anspielung auf die Stellungnahme von Ulrich Pluschkell (TA berichtete), in welcher der Aufsichtsrats-Vorsitzende beim Stadtverkehr Lübeck der Ansicht des BiP-Verkehrsexperten, Diplom-Ingenieur Dietrich Stempel, zum Waterfront-Verkerskonzept widersprach. Eckhard Erdmann erklärte als einen Beispiel-Punkt, dass eben nicht nur an einem Tag die Woche Bettenwechsel sei, wie Pluschkell meint, sondern montags und donnerstags. BiP-Verkehrsexperte Stempel werde aber noch in Kürze ausführlich zu Pluschkells Aussagen Stellung nehmen.

Siegbert Bruders erklärte routiniert die Ziele der BiP. Die Bürgerinitiative wurde im April 2008 gegründet, hatte damals 7 Mitglieder, heute sind es etwa 40. Foto: TA
Siegbert Bruders erklärte routiniert die Ziele der BiP. Die Bürgerinitiative wurde im April 2008 gegründet, hatte damals 7 Mitglieder, heute sind es etwa 40. Foto: TA

Wem gehört das Krankenhaus?

Siegbert Bruders ging dann auf das Krankenhaus-Gelände ein. Die Stadt hätte gesagt, sie hätte das Krankenhaus-Gelände verkauft. Sven Hollesen hätte gesagt, er hätte es nicht gekauft. Wem das Krankenhaus denn nun gehöre, fragte er. Auch vom Ortsrat konnte das keiner beantworten. Die Stadt würde mauern, meinte Bruders. »Ich finde das ist für eine Verwaltung ein Armutszeugnis«.

Siegbert Bruders (BiP) im Interview mit Radio Travemünde. Foto: TA
Siegbert Bruders (BiP) im Interview mit Radio Travemünde. Foto: TA

TA-Audio: Hören Sie einige Stimmen aus Ortsratsitzung vom 21.10.2010. Interviews: FRITZ TOELSNER

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BiP will 6 Millionen für die Stadt erlösen

Fragen kamen, anders als bei der Hollesen-Projektvorstellung, diesmal besonders zur Finanzierung. Etwa, wie die 6 Millionen Euro Grundstückserlöse beim BiP-Konzept erzielt werden sollen. Hierzu wird es voraussichtlich noch einen Vortrag der Firma Conplan (bekannt vom Aegidienhof in Lübeck) geben. Zur Gesamt-Finanzierung des Hollesen-Projektes meinte Siegbert Bruders: »Die Finanzierung ist ja nicht weiter gediehen als bei uns, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass wir sogar weiter sind.«

Travemünde Aktuell: BiP im Ortsrat

Stelzenhäuser

Diskutiert wurde über die »Stelzenhäuser« aus dem Hollesen-Projekt. Man könne doch nicht auf Grundstücken zweier Eigentümer (Land + Wasser) bauen, hieß es. Andere kritisierten, dass die Privatsphäre der Sportskipper durch die Wasserlage der Häuser in Gefahr wäre. Und ein weiterer wollte wissen, dass die Stelzenhaus-Pläne schon wieder vom Tisch sein. Womit sich dann Pläne, die erst letzte Woche vorgestellt wurden, schon wieder erledigt hätten.

Nach der Sitzung: Thomas Schapke (BfL) im Interview mit Radio Travemünde. Foto: TA
Nach der Sitzung: Thomas Schapke (BfL) im Interview mit Radio Travemünde. Foto: TA

Beide Parteien an einen Tisch

Aus dem Publikum kam die Frage, warum sich nicht BiP und Hollesen an einen Tisch setzen. »Sie sind doch gar nicht so weit auseinander«, hieß es. Eckhard Erdmann erklärte daraufhin, es hätte Gesprächsangebote von Seiten der BiP gegeben die aber abgelehnt worden seien. »Herr Hollesen hat definitiv gesagt, für ihn ist die BiP kein Gesprächspartner«, meinte Erdmann. TA

www.bipriwall.de


 

 

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