Travemünde 15.02.2011 | Die Einnahmen aus dem Verkauf von Strandkarten und Parkplatztickets zeigen zwei gegenläufige Trends in Travemünde: Während die Parkgebühren rückläufig sind gibt es bei den Strandbenutzungsgebühren einen leichten Anstieg. Schlussfolgerung von Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff: »Entweder haben wir im Bereich der Tagesgäste erreicht, dass die Gäste viel stärker den ÖPNV nutzen, also weniger mit dem PKW anreisen, oder dass sie in der Tat nicht mehr in der Zahl nach Travemünde finden wie in den Jahren zuvor.«

In der letzten Sitzung des Kurbetriebs-Ausschusses war nach dem Rückgang der Parknutzungsgebühren auf dem Parkplatz Leuchtenfeld gefragt worden. Der Kurbetrieb Travemünde nahm das zum Anlass, einmal das Thema Tagesgäste zu untersuchen.
Auf dem Parkplatz Leuchtenfeld seien die Einnahmen von 2009 auf 2011 doch relativ stark gesunken, also ging man weiter in die Vergangenheit, denn, so Kirchhoff: »Parkgebühren sind immer ein Indikator für Tagesgäste. Da ist es doch auffällig, dass von 2006 bis 2010 ein deutlicher Rückgang, fast 60.000 Euro, allein auf dem Parkplatz Leuchtenfeld stattfand.« Da durch die blauen Automaten praktisch überall in Travemünde (mal abgesehen vom Kowitzberg) kostenpflichtig geparkt werden muss, wurde auch die städtische Gesellschaft KWL befragt, die alle Parkplätze in Travemünde bewirtschaftet. »Die haben einen ähnlichen Trend«, berichtete Kirchhoff. Also rückläufige Parkgebühren bei steigender Strandnutzung. Das müsse auch von der Marketingfrage her gründlich untersucht werden. Die Zahlen müssten hinterfragt werden auch auf mögliche Ursachen hin.

Der Kurbetrieb informierte sich auch im Ostseebad Scharbeutz: Dort seien die Strandbenutzungszahlen konstant, »aber man hatte in den letzten Jahren einen starken Zuwachs im Bereich der Parkplätze«, meinte Kirchhoff. Die Gästezahlen dort hätten gezeigt, dass vor allem der Neubau von touristischer Infrastruktur, auch die Neugestaltung der Strandpromenade, einen erheblichen Impuls für den Ort darstelle. Der Kurbetriebsausschuss solle im Auge behalten, wie sich das Tagesgastaufkommen nach Fertigstellung der Strandpromenade verändere, empfahl Kirchhoff. »Möglicherweise erreichen wir durch solche Investitionen im infrastrukturellen Bereich positive Effekte«.

Seiner Meinung nach gehörten zur Betrachtungsweise der Übernachtungszahlen, die ebenfalls am Dienstag Thema im Ausschuss waren, auch die Tagesgäste. Und im Tourismusentwicklungskonzept (TEK) werde ja sehr eindeutig gesagt, dass der Tagestourismus in Travemünde ein große Rolle spiele. Das Thema sollte man für Travemünde möglicherweise noch gründlicher, vielleicht auch mal durch Externe untersuchen lassen. TA
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 21.05.2012 um 11:56 Uhr.
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Kommentar von werner weinberg am 16.02.2011:
würde der parkplatz am leuchtenfeld besser gewartet, er besteht ja nur aus schlaglöchern, könnte mann dort auch parken. aber um in pfützen zu stehen muß mann nicht noch bezahlen. ich komme aus westfalen und bin des öfteren in travemünde parke aber nicht mehr auf dem leuchtenfeld
Kommentar von wunderer am 17.02.2011:
»Die Zahlen müssten hinterfragt werden auch auf mögliche Ursachen hin.« Unabhängig davon, dass die praxis des gebührenparkens mittlerweile gang und gäbe ist, muss die Frage erlaubt sein, warum man für das abstellen eines Autos überhaupt Geld ausgeben soll. Kommt demnächst noch eine Abgabe für die Benutzung der Fußwege oder den Blick auf das Meer??
Kommentar von Knatteremil am 18.02.2011:
Vieleicht sollten die Cafes und auch die Restaurants Service und Preis überdenken. Es ist schon mehrfach beobachtet worden, dass die Aschenbecher und die Tische mit dem gleichen Putzlappen gereinigt wurden. In den Restaurants hat man oft das Gefühl nicht willkommen zu sein weil das Personal überfordert und auch unfreundlich ist, man wird folglich weder das eine noch das andere weiterempfelen oder noch einmal besuchen.





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