Montag, 21. Mai 2012 | 28 Benutzer online (heute max. 47)
 (2)
 GESCHICHTE

»Nie wieder geteilt«

Private Initiative bewahrt Gedenkstein zur Wiedervereinigung vor einem Schattendasein

Travemünde 15.11.2011 | Angela Radtke, Bürgerin aus Dassow, hat nach Überwindung zahlreicher Hürden erreicht, dass ein Gemeindearbeiter aus Dassow (Amt Schönberger Land) mit Bagger und weiterem Gerät und die Firma Delker als Sponsor aus Kalkhorst mit weiteren Arbeitern und Gerät das Umfeld dieses Gedenksteines neu gestalten. Insbesondere sollen 3-4 Findlinge gesetzt werden, um zu verhindern, dass der Gedenkstein zugeparkt wird.

Rudi Lichtenhagen, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Travemünde (l) und Angela Radtke auf schleswig-holsteinischer Seite. Im Hintergrund laufen die Arbeiten zur Entrümpelung der kleinen Gedenkstätte. Zu sehen ist Gemeindearbeiter Günter Klaczinski der Gemeinde Dassow.
Rudi Lichtenhagen, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Travemünde (l) und Angela Radtke auf schleswig-holsteinischer Seite. Im Hintergrund laufen die Arbeiten zur Entrümpelung der kleinen Gedenkstätte. Zu sehen ist Gemeindearbeiter Günter Klaczinski der Gemeinde Dassow.
Allerhand Fundstücke lagen bereits um Umfeld des Gedenksteins. Gemeindearbeiter Günter Klaczinski hat einen gut erhaltenen Klappliegestuhl gefunden.
Allerhand Fundstücke lagen bereits um Umfeld des Gedenksteins. Gemeindearbeiter Günter Klaczinski hat einen gut erhaltenen Klappliegestuhl gefunden.

Denn seit längerer Zeit fand es Angela Radtke unwürdig, dass der Gedenkstein zum 03.02.1990, dem Tag der Öffnung der Staatsgrenze der ehemaligen DDR am Priwall/Travemünde/Schleswig/Holstein und Pötenitz in Mecklenburg-Vorpommern ein wahres Schattendasein führt. Dieser Gedenkstein ist ein Geschenk des Gemeinnützigen Vereins Travemünde an die Stadt Dassow und Pötenitz anlässlich der Grenzöffnung an diesem Tag.

»Nie wieder geteilt« Inschrift des Gedenksteins mit den Wappen von Travemünde und Mecklenburg und dem Datum der Öffnung der Grenze an der Ostsee, dem nördlichsten Teil der deutsch/deutschen Grenze.
»Nie wieder geteilt« Inschrift des Gedenksteins mit den Wappen von Travemünde und Mecklenburg und dem Datum der Öffnung der Grenze an der Ostsee, dem nördlichsten Teil der deutsch/deutschen Grenze.

So war es ihr Anliegen, diesem Gedenkstein einen dem Anlass entsprechenden Raum zu schaffen. Hierzu bekam sie das Mandat auch für den Heimatverein Dassow, den Tourismusverein Dassow, den Bürgermeister der Stadt und für den Gemeinnützigen Verein Travemünde dieses Projekt umzusetzen. Hierzu gehört auch ein neues Schild mit Hinweisen zur geschichtlichen Bedeutung dessen, was sich damals an dem nördlichsten Teil der ehemaligen DDR/BRD-Grenze abgespielt hat.

Travemünde Aktuell: »Nie wieder geteilt«
Travemünde Aktuell: »Nie wieder geteilt«

Die heutige Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein war zunächst Demarkationslinie nach Kriegsende 1945, dann ehemalige innerdeutsche Staatsgrenze DDR/BRD, Todesstreifen, Teil des »Eisernen Vorhangs« zwischen den Ost- und Westmächten und nun nach der Wende ein nationales Naturerbe in Deutschland sowie Teil des »Grünen Bandes«, dem Biotopverbundkorridor Europas, das durch weitere 22 Staaten Europas vom Eismeer bis ans Schwarze Meer verläuft.

Arbeiten zur Verschönerung des Umfeldes des Gedenksteines. Einige große Findlinge sollen die Gedenkstätte vor dem Zuparken bewahren.
Arbeiten zur Verschönerung des Umfeldes des Gedenksteines. Einige große Findlinge sollen die Gedenkstätte vor dem Zuparken bewahren.

Dies seien, so Angela Radtke »… gute Gründe für eine Informationstafel, die mit Fotos und Text den hier zahlreich Vorbeikommenden etwas über die Geschichte und insbesondere über die Bedeutung dieser Stelle berichten könnte«. Ein geeigneter Termin für die Aufstellung des Schildes wäre 03.02.2012, am Jahrestag Öffnung der Grenze BRD/DDR über den Ostsee-Strand am 03.02.1990.

Travemünde Aktuell: »Nie wieder geteilt«
Schilder am Beginn des Priwall kurz hinter der Landesgrenze zu MVP.
Schilder am Beginn des Priwall kurz hinter der Landesgrenze zu MVP.

Auf der schleswig-holsteinischen Seite findet sich ebenfalls eine kleine Fläche, die man viel schöner herrichten könnte. Dort am Eingang des Priwalls stehen bereits Hinweistafeln mit Infos zum Priwall bzw. ein Stadtplan von Travemünde.

Findlinge haben sich zum Gedenkstein gesellt. Foto: HANS BERG
Findlinge haben sich zum Gedenkstein gesellt. Foto: HANS BERG

Ein zusätzliches Willkommen an Schleswig-Holsteins Gäste zum kurzen Verweilen wäre der Bedeutung an diesem nördlichsten Teil der ehemaligen deutsch/deutschen Grenze sicherlich angebracht. AR/KEV

Fotos: Karl Erhard Vögele (8), Hans Berg (1)


 

 

Artikelaufrufe seit dem 15.11.2011, 17:33 Uhr: 780
Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 21.05.2012 um 18:39 Uhr.
Zugriffe heute: 3; gestern: 2

 

Merken Drucken Empfehlen Kommentieren

 

 

Kommentare:

 

Kommentar von Angelika Bog am 16.11.2011:
Dankenswertes Engagement einer Bürgerin, die dem Gedenkstein -Geschenk des GVT- wieder zu neuem Glanz verhilft. Diese historische Stätte sollte wie vorgeschlagen schnellstens noch durch Informationschilder und weiteres ansprechendes Äußeres verschönert werden. Statt unter »Überwindung zahlreicher Hürden« würde ich dann gerne lesen: unter »tatkräftiger Unterstützung durch die Ämter und Behörden/Kurbetrieb«.

Kommentar von MaTThias Mengel am 17.11.2011:
Hallo zusammen, also ich finde diese Aktion sehr gut, der Stein verschwand ja in den Büschen und geriet ja fast schon in Vergessenheit. Den Klappstuhl könnte man bei Ebay versteigern, damit lässt sich dann das Finanzgerüst von Lübeck aufpeppeln! Mit freundlichen Grüßen aus Köln, MaTThias Mengel

 

Kreuzfahrtankünfte

Die nächsten Kreuzfahrtankünfte:

26.05.2012: Deutschland
(Ostpreußenkai)

27.05.2012: Silver Cloud
(Ostpreußenkai)

09.06.2012: Deutschland
(Ostpreußenkai)

Weitere Informationen 

Zufallsbild

Lesen Sie zum Bild den Artikel vom 05.08.2011:

Warm, schwül und diesig: der Morgen an der Küste

TOP 5 Artikel

... des Vortages nach Zugriffen:

19.05.2012 (303)

Rund 2.000 Gäste beim Anbaden

20.05.2012 (291)

Mit Schiff und Rad nach Lübeck

20.05.2012 (208)

Big! Westfalia Bigband

20.05.2012 (168)

Hermannshöhe offiziell eröffnet

19.05.2012 (125)

Saisonschluss bei den Raubmöwen

Kalender

  Mai 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
18 123456
1978910111213
2014151617181920
2121222324252627
2228293031
 

  Juni 2012

#MoDiMiDoFrSaSo
22    123
2345678910
2411121314151617
2518192021222324
26252627282930
 

Grau hinterlegt: Schulferien in Schleswig-Holstein
Travemünde:
Sonnenaufgang 05:00 Uhr, Sonnenuntergang 21:25 Uhr

Video aktuell
Werbung
Veranstaltungen in und um Travemünde

21.05.2012

08.00-13.00 Uhr: Wochenmarkt.

09.00-18.00 Uhr: Hurricane Bootsvermietung – Motorboot fahren.

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

10.00-11.00 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Viermastbark »Passat«.

11.00-17.00 Uhr: Kunstwerkstatt und Erlebnisatelier.

11.30-12.30 Uhr: Große See- und Hafenrundfahrt

13.00 Uhr: Gästebegrüßung.

13.00-16.00 Uhr: Besuch des ältesten Leuchtturms Deutschlands.

13.00-18.00 Uhr: Bäderfahrt mit Landgang nach Grömitz.

14.00 Uhr: Schiffe in Travemünde / Besuch der Schiffs-Information.

15.00 Uhr: Kurzvortrag Alter Leuchtturm.

17.30 Uhr: Jugend-Schach mit dem TSV Travemünde.

20.00 Uhr: Captains Corner - Der Start in die Woche.

22.05.2012

09.00-18.00 Uhr: Hurricane Bootsvermietung – Motorboot fahren.

09.30-18.30 Uhr: Kunstausstellung – »Bilder vom Meer«.

10.00-14.00 Uhr: See-, Hafen und Travefahrt nach Lübeck.

10.00-17.00 Uhr: Besichtigung der Viermastbark »Passat«.

Ausführliche Informationen