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 POLITIK

»Verletzende Äußerungen«

Priwall-Wahlkampf hat ein Nachspiel

Travemünde 13.12.2011 | Die Vorstandeswahlen im Priwall-Verein sind lange vorbei (TA berichtete), haben aber noch ein Nachspiel. Grund ist eine Notiz im Newsletter der »Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP). Gegen Aussagen in dem Dokument wehrt sich nun Marion Lemke-Stark (CDU).

 »Ich empfinde derartige Äußerungen als verletzend und beleidigend«: Marion Lemke-Stark (CDU) wehrt sich gegen Vorwürfe der BiP. Foto: TA
»Ich empfinde derartige Äußerungen als verletzend und beleidigend«: Marion Lemke-Stark (CDU) wehrt sich gegen Vorwürfe der BiP. Foto: TA

»Eine große Koalition aus CDU und SPD (Frau Lempke-Stark und Herr Hovestädt) versuchten durch schnelle Neueintritte und üblen Beschimpfungen neue Mehrheitsverhältnisse im Verein herzustellen«, heißt es im Newsletter der BiP vom 28.11.2011.

Auszug aus dem Newsletter der BiP vom 28.11.2011
Auszug aus dem Newsletter der BiP vom 28.11.2011

Dagegen verwahrt sich nun Marion Lemke-Stark, die unter anderem für die CDU im Travemünder Ortsrat sitzt. »Ich empfinde derartige Äußerungen als verletzend und beleidigend. Davon abgesehen empfinde ich es als ungeheuerlich, dass die BiP sich herausnimmt, in dieser herabwürdigenden Weise Vorstandswahlen in einem anderen Verein zu kommentieren«, schreibt Lemke-Stark in einer Presseerklärung. TA

Presseerklärung

In seinem 33. Newsletter vom 28.11.2011 meint die Bürgerinitiative behutsame Priwallentwicklung e.V. – BiP – sich zu den Vorstandswahlen im Verein der Priwallbewohner äußern zu sollen und erwähnt mich dabei auch namentlich.

Hierzu folgende Anmerkung:

Ich verwahre mich gegen die Unterstellung, ich hätte »durch schnelle Neueintritte und üble Beschimpfungen« neue Mehrheitsverhältnisse im Verein herzustellen versucht. Ich empfinde derartige Äußerungen als verletzend und beleidigend. Davon abgesehen empfinde ich es als ungeheuerlich, dass die BiP sich herausnimmt, in dieser herabwürdigenden Weise Vorstandswahlen in einem anderen Verein zu kommentieren.

Vollständig abwegig ist zudem die Behauptung, dass in Bezug auf die Vorstandswahlen beim Verein der Priwallbewohner eine »große Koalition aus CDU und SPD« praktiziert worden wäre. Dass zwei der von der BiP Angegriffenen – eben Herr Hovestädt und ich – diesen beiden Parteien angehören, hat mit der Frage der Vorstandsbesetzung im Verein der Priwallbewohner nichts, aber auch gar nichts zu tun. Eine Präferenz für eine bestimmte Besetzung des Vereinsvorstandes existiert jedenfalls bei der CDU Travemünde nicht.

Um es ganz klar zu sagen: Eine wie auch immer geartete Abstimmung der CDU Travemünde mit Herrn Hovestädt oder dem SPD-Ortsverein in dieser Frage hat es nicht gegeben.

Offenkundig ist es vielmehr die BiP, die mit dem Verein der Priwallbewohner ihre Spielchen treiben will, anders ist es nicht zu erklären, dass die BiP die Wahl eines ihrer prominenteren Mitglieder zum Vorsitzenden des Vereins der Priwallbewohner zum Anlaß nimmt, diesem neuen Vorsitzenden kritisch gegenüberstehende Vereinsmitglieder öffentlich zu diffamieren.

Travemünde, 13.12.2011

Marion Lemke-Stark


 

 

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Kommentare:

 

Kommentar von Alf Götting am 13.12.2011:
Es verwundert mich – fast – nichts mehr! Der Vereinsvorsitzende der »BIP«, Herr Bruders, hat doch bereits versucht, Andersdenkende (für ihn wohl »Intimfeinde«) lächerlich zu machen! Nach der – wie ich es empfunden habe – »Hasstirade« in der TA am 28.11.11 (u. a . »… scheinbar nur zu kurz gekommen im Leben …, … weinerliches Fußgestampfe – und kein doppeltes Warmluftabsondern …, … schlechten Manieren …«) kann ich den Herren nicht mehr ernst nehmen! Das ist für mich »unterste Schublade« resp. erinnert mich an meinen Kindergarten. Wenn dort jemandem »wehgetan« wurde, dann wurde hin und wieder mit völlig unsachlichen und schmerzenden »Gegenangriffen« geantwortet.

Kommentar von Klaus Hansen am 14.12.2011:
Was ist bloß aus der Travemünder CDU geworden? Ein neuer Ortsvorstand mit Krause an der Spitze treten kaum in Erscheinung. Klare Aussagen für Travemünde fehlen. Selbst bei der Bürgermeisterwahl konnte der Wahlstand mehrfach nicht aufgebaut werden. Wen oder was vertreten sie eigentlich noch? Da erinnert man sich gern an die vorherigen Vorsitzenden, die alle fest in Travemünde verankert waren.

Kommentar von Heinz Fährmann am 14.12.2011:
Das Schmunzeln in meinem Gesicht sei mir verziehen! Dort »drüben« ist halt doch alles anders und irgendwie auch nicht. Lange mußte man verfolgen wie dieser »Asterix und Obelix« Stadtteil, die Politik Lübecks auf den Kopf gestellt hat. Was ja eigentlich auch nicht schwer ist, aber nun scheint sich auch dort etwas zu entwickeln. Hut ab und weiter so! Vielleicht sollten sich die Herrschaften mal wieder um die Fährtarife kümmern, da herrscht wenigstens Einigkeit oder ist es euch zu langweilig geworden? Ein frohes Fest, wünscht euch allen euer Heinz!

Kommentar von Angelika Bog am 14.12.2011:
Wenn Menschen beleidigt und ausgegrenzt u.a. werden, mag ich nicht mehr so richtig schmunzeln. Das ist kein Priwall-Inselproblem, sondern geht uns als Travemünder und als Teil einer demokratischen Gesellschaft alle an. Um was ging es der BIP ursprünglich? Um PriwallENTWICKLUNG, nicht dessen Abwicklung. Verführerische Worte suggerieren ein anheimelndes Ambiente: »Behutsame« BIP lädt »herzlich« zum Wald«plausch« ein. Hinter den Kulissen und öffentlich geht es gar nicht heimelig zu. Im Internet ist z.B. nachzulesen, dass Beleidigung und Ausgrenzung Merkmale von MOBBING sind. Die verhandlungs- und dialogfähigen Segler, die einen Lösung mit Investor und Stadt erzielten, werden ebenso wenig ernst genommen wie etliche andersdenkende, unliebsame BIP-Mitglieder, die man einfach ungefragt aus dem Verteiler entfernt. Die Frage drängt sich förmlich auf: Welches sind die wahren Ziele der BIP? Und einzelner Mitglieder? Wohin führt die blinde Radikalität der BIP? Geht es hier um eine Wette?

 

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