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 POLITIK

Politik für den Ort

Interview mit Klaus Petersen (CDU) im Vorfeld der Bürgerschaftswahlen 2013

Travemünde 04.02.2012 | Nur noch ein Jahr bis zur Kommunalwahl: Im Frühjahr 2013 entscheiden die Travemünder und Lübecker, wie sich die Bürgerschaft zukünftig zusammensetzt. Klaus Petersen aus Travemünde sitzt für die CDU in der Bürgerschaft. TA sprach mit ihm über die politische Landschaft in Travemünde und die Wahlkampf-Themen.

Fremdenverkehrsabgabe wird Wahlkampfthema: Klaus Petersen (CDU). Foto: TA
Fremdenverkehrsabgabe wird Wahlkampfthema: Klaus Petersen (CDU). Foto: TA

TA: Die BfL Travemünde hat sich ja ziemlich zerlegt, bei den Travemünder GRÜNEN dominieren parteilose Politiker, die FDP spielt auch keine so große Rolle mehr – haben Sie überhaupt noch einen politischen Gegner hier in Travemünde?

Klaus Petersen: Och, man soll das in der Politik immer ernst nehmen. Und Gegner, was heißt hier Gegner? Wir waren ja am besten sortiert hier in Travemünde als Herr Vögele für die FDP tätig war; selbst mit Herrn Michaelis von den Linken, dann als Herr Schapke SPD-Mann war, Herr Misch war für die BfL tätig und ich war Vorsitzender der CDU. Da muss ich sagen, mit denen habe ich ganz hervorragend zusammengearbeitet. Aber nur in dem Sinne was wir als Travemünder als Politik für den Ort verstehen. Ich hoffe, dass wir nicht so viele Gegner haben, dass alle wieder für Travemünde eintreten und sich stark machen für Travemünde.

TA: Travemünde wählt ja mehr CDU und Lübeck mehr SPD. Ist das ein Problem oder nur ein gefühltes Problem, dass die beiden Orte politisch eigentlich gar nicht zusammenpassen?

Klaus Petersen: Ich würde sagen, das ist mehr ein gefühltes Problem. Denn wenn man mit den Leuten von rot-rot-grün spricht, da sind ja auch Leute die diese ganze Entwicklung von Travemünde kennen und die da auch Verständnis für haben. Da gibt es mehr, als man denkt.

TA: Nächstes Jahr ist ja Bürgerschaftswahl. Einmal hatte die CDU ja die absolute Mehrheit, wie kam es damals dazu?

Klaus Petersen: Was natürlich immer eine Rolle spielte, ist diese Großwetterlage. Die sprach ganz eindeutig für uns. Das waren Bund, Land, es sprach alles für die CDU. Auf den Punkt traf das genau zu. Und was meiner Meinung nach auch eine Rolle spielte: Wir hatten ja von 1998 an eine Kooperation mit der SPD, die an und für sich sehr erfolgreich war. Denn sie hat ja auch einen ausgeglichenen Haushalt noch mal hingekriegt. Dann haben wir aber gesagt, wir dürfen nicht zu sehr in das Fahrwasser der SPD kommen – das heißt, dass der Wähler nachher gar nicht mehr unterscheiden kann, wer hat eigentlich hier Politik gemacht in Lübeck: War es die SPD oder die CDU? Und dann haben wir gut anderthalb Jahre vorher diese Kooperation gekündigt. Das spielte sicherlich auch eine Rolle, dass jeder sagt, ach guck mal, die CDU will das jetzt mal selbständig machen. Und dadurch haben wir dann diese 50 Prozent eingefahren.

TA: Was sind die Wahlkampfthemen im Jahr 2013?

Klaus Petersen: Das eine Thema wird sicherlich die Fremdenverkehrsabgabe sein, wenn man die hier einführen wird. Die Themen, mit denen wir uns beschäftigen müssen, sind natürlich die Entwicklung des Tourismus in Travemünde. Waterfront, Fischereihafen, Aqua-Top-Gelände, Grünstrand. Bloß da müssen die Travemünder an einem Strang ziehen und sagen, wir sind dafür und wollen es hier in Travemünde. Oder man sagt, ich will es nicht. Das sehe ich zum Beispiel beim Grünstrand, da wollen es die Travemünder eigentlich nicht. Die sagen, wir möchten den Grünstrand erhalten so wie er ist. OK, man muss immer abwarten, was ein Investor will. Aber was ich im Augenblick beim Grünstrand sehe, sind Zweitwohnungen. Und die wollen wir ja nicht, die haben wir genug. Wenn man sieht, wie die Kaiserallee gerade im hinteren Bereich verhunzt worden ist, das müssen wir nicht haben.


 

 

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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 16.05.2012 um 17:26 Uhr.
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