Travemünde 16.02.2007 | Von Anfang an macht das Hightech-Klo im Travemünder Strandbahnhof Ärger, immer wieder schließen sich Leute ein, weil sie den Verriegelungs-Mechanismus nicht verstehen. Nachdem alle Beschwerden bei der Bahn bisher nichts genutzt haben, reichte es einigen Anliegern jetzt scheinbar. Sie schrieben heute an das Lübecker Ordnungsamt.

Die Anlieger des Strandbahnhofes erklären in dem Schreiben, das »Travemünde Aktuell« vorliegt, sie müssten seit Sanierung des Bahnhofes im Mai 2006 zusehen, wie sich Besucher der Toilettenanlage regelmäßig einschließen und die Türen nicht mehr selbständig öffnen können. »Wöchentlich werden wir unfreiwillig Zeuge, wie in Panik Geratene von innen an die Türen schlagen und um Hilfe rufen«, heißt es in dem Schreiben. »Zuletzt musste am 7. Februar ein kleiner Junge, der mit seinem Kindergarten unterwegs war, durch Mitarbeiterinnen des Marktes und des Welcome-Centers befreit werden«.

Weiter berichtet das Schreiben von der »täglich zu beobachtenden Situation, dass WC-Benutzer den unverständlichen Schließmechanismus des Hightech-Klos nicht verstehen, glauben abgeschlossen zu haben und dann bei ihrem WC-Gang vom Nächsten überrascht werden«. Passenten würden das Schauspiel zum Leidwesen der Betroffenen dann beobachten.

Die Anlage, heißt es in dem Schreiben weiter, sei schon während des Einbaus »die Lachnummer« bei den Handwerkern gewesen. Die Anlage sei bereits Grund für Mietminderungen und einen Polizeieinsatz gewesen.

Die gut informierte Presse hat das Thema bereits mehrfach aufgegriffen.

Man habe die Bahn mehrfach telefonisch und schriftlich zum Handeln aufgefordert. Die Probleme, wirft der Brief der Bahn vor, »wurden von den verantwortlichen Planern und Betreibern missachtet und wider besseren Wissens geleugnet«.

Die seit Monaten geschlossene Herrentoilette sei kürzlich sogar wieder geöffnet worden, obwohl die Türschließung gänzlich defekt sei.
Das Schreiben endet mit endet mit einer klaren Bitte:
»Bitte schließen Sie diese WC-Anlage umgehend!«
Kopien des Schreibens gingen heute an Öffentliche Stellen und Finanziers der Bahnhofs-Sanierung, die Possehl-Stiftung, die Stadt Lübeck (Bürgermeister, Wirtschaftssenator), Verkehrsministerium Schleswig-Holstein, Ortsrat Travemünde, DB-Konzernbevollmächtigte, Bahnhofsmanagement Lübeck und die Polizeistation Travemünde. RD
Lesen Sie dazu auch unseren Artikel vom 26. Januar 2007
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Letzter Zugriff auf diesen Artikel am 17.05.2012 um 08:58 Uhr.
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