Travemünde 19.08.2008 | Eigentlich ist die harmlose Qualle an den vier Ringen sehr gut zu erkennen. Aber Kinder oder Gäste, die sich an der Küste nicht so gut auskennen, können die Quallen leicht verwechseln. Am Dienstagmorgen spielte ein sechsjähriges Mädchen eine Zeitlang am Strand mit einer Feuerqualle, die allergische Reaktionen hervorruft. Mit roten Ärmchen fand sie Hilfe bei Strandkorbvermieterin Birgit Aichholzer.

Die Strandkorbvermieterin ging mit der Kleinen auch auf den Badesteg, zeigte Ohrenquallen und Feuerquallen, von denen vier Stück zu sehen waren, und gab den Eltern die Telefonnummer von der Ostsee-Station auf dem Priwall. Da erklären die Mitarbeiter gern, was es mit den Quallen auf sich hat. Die harmlose einheimische Ohrenqualle erkennt man an den vier Ringen. Früher hat man gedacht, das wären die Ohren der Qualle, daher der Name. Tatsächlich handelt es sich um die Fortpflanzungsorgane. Die Weibchen erkennt man an den Eiern, die sie mit sich tragen. Da die sich von der Farbe her vom durchsichtigen Körper absetzten, werden weibliche Ohrenquallen manchmal für Feuerquallen gehalten. Aber es bleiben ja die Ringe zum einfachen Erkennen.

Die Feuerqualle hat diese Ringe nicht. Man erkennt sie an der gelblich orangenen Farbe und den langen Tentakeln, die an der Haut von Schwimmern haften bleiben. Auch ein Badegast bei der Strandkorbvermietung Seipel hatte heute Kontakt mit einer Feuerqualle, verschiedene andere Badegäste berichteten, dass sie welche gesehen hätten. Die Begegnungen mit Schwimmern verlaufen im Allgemeinen schmerzhaft aber harmlos, an die DLRG-Helfer hat sich kein Badegast gewendet.
Die Feuerquallen sind also noch nicht wieder verschwunden und jetzt auch auf der Travemünder Seite anzutreffen. Da heißt es warten auf Ostwind. Zurzeit sind zwar nur wenige Gäste im Wasser, aber Kindern sollte man den Unterschied zwischen den Quallen schon erklären, da ja auch welche an den Strand gespült werden. TA
TA-Lesetipp zum Thema: Feuerquallen auf dem Priwall (16.08.2008)
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